Hans Christian Andersen

Das harte Leben eines Märchen-Erzählers

von Elisa Eberle

Er schrieb wunderschöne Märchen wie "Die kleine Meerjungfrau", doch bis dahin war es für den dänischen Dichter und Schriftsteller Hans Christian Andersen ein steiniger Weg, wie eine neue ARTE-Doku zeigt.

ARTE
Märchen für die Welt – Hans Christian Andersen
Dokumentation • 19.12.2020 • 20:15 Uhr

Man nennt ihn den "Shakespeare des Kinderzimmers": Mit Werken wie "Die kleine Meerjungfrau", "Die Prinzessin auf der Erbse" oder "Die Schneekönigin" hat Hans Christian Andersen die weltweite Kinderliteratur wie kaum ein anderer geprägt. Dabei waren seine Geschichten ganz anders als die seiner nicht minder bekannten Zeitgenossen, der Gebrüder Grimm.

Die Grimms haben Märchen gesammelt, die ihnen Bekannte mündlich überliefert hatten. Andersen wiederum hat Märchen erfunden und sich dabei sowohl an seinen jungen Lesern als auch deren Eltern orientiert. Herausgekommen sind Geschichten, die oftmals nicht glücklich, sondern eher traurig enden. Warum? Dieser Frage geht die ARTE-Dokumentation "Märchen für die Welt – Hans Christian Andersen" auf den Grund.

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Die Filmemacherin Sabine Bier zeichnet in dem rund 50-minütigen Film ein umfassendes Porträt des weltberühmten Dichters: Andersen wurde am 2. April 1805 in Odense, Dänemark geboren. Bis heute erinnert der 1967 ins Leben gerufene "Internationale Tag des Kinderbuches" zu seinen Ehren daran. Eigentlich kaum zu glauben, wenn man bedenkt, wie hindernisreich Andersens Lebenslauf vor allem in den ersten Jahren war: Als Sohn einer Wäscherin und eines Schuhmachers wuchs der jungen Hans Christian in ärmlichen Verhältnissen auf, ehe er 1819, mit gerade mal 14 Jahren, nach Kopenhagen zog. Aus der Not heraus begann er dort zu schreiben und wurde schon bald zu einem gefeierten Schriftsteller Dänemarks.

Bis heute, so heißt es in der Doku, sei die Sammlung seiner Märchen ein beliebtes Taufgeschenk in dem skandinavischen Land. Doch der Film erzählt nicht nur aus dem Leben des Dichters: Neben Andersens Biografie findet auch die Rezeption seiner Werke, sei es im Theater, im Film oder in Buchform, ausreichend Platz.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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