Mit "Nachtschwestern" liefert RTL die nächste Krankenhausserie, die mit einigen bekannten Darstellern aufwartet. Im Mittelpunkt stehen Mimi und Nora, die einst beste Freundinnen waren.

Die Serien-Offensive von RTL geht weiter: Im Mittelpunkt der zehnteiligen Krankenhausserie "Nachtschwestern" steht das titelgebende Personal am Klinikum Köln-West, das mit manch namhaftem Darsteller-Gesicht aufwartet : Neben "GZSZ"-Fanliebling Sila Sahin-Radlinger ist auch Mimi Fiedler zu sehen, bekannt als Kriminaltechnikerin Nika Banovic im Stuttgarter "Tatort". Sie spielt die Krankenschwester Nora Altmeyer, während Ines Kurenbach ("Unter uns" von 2014 bis 2017) die neue Stationsleiterin Ella Fink verkörpert, die sich gleich zu Beginn der Serie beweisen muss: Noch auf dem Weg zur ersten Schicht wird sie Zeugin eines Autounfalls und rettet dem schwerverletzten Opfer per Erste Hilfe das Leben. Blutiger und dramatischer begann wohl selten eine auf Zwischenmenschliches fokussierte RTL-Produktion.

Überhaupt: Die "Nachtschwestern", ansonsten ganz im genreüblichen Problemchen- und Angezicke-Modus, besitzen den gewissen Sinn für humoresk-zugespitzte Situationen. Große Gags darf man nicht erwarten – aber immerhin etwa ein Tinder-Pärchen, das sich beim ersten Sex mit Penisring und Vaginapiercing verhakt hat und aufeinanderliegend ins Krankenhaus eingeliefert wird. Im Zentrum stehen ohnehin nicht unbedingt realistische Krankenhausfälle, sondern die Beziehung zwischen Mimi und Nora, die sich als ehemals besten Freundinnen im Arbeitsalltag wiederbegegnen.

Beim neuen Zusammentreffen sind sie jedoch alles andere als befreundet: Einst, als die beiden gemeinsam die Schwesternausbildung absolvierten, spannte Ella Nora den Freund aus. Ein verletzender Verrat, den Nora auch nach 16 Jahren nicht verzeihen kann – am liebsten hätte sie, dass Ella das Krankenhaus auf der Stelle wieder verlässt. Klar, dass "Nachtschwestern" dadurch auch abseits der aufregenden Notfälle an Spannung und vor allem Konfliktpotenzial gewinnt.

Nach "Magda macht das schon!" mit Verena Altenberger und "Lifelines" mit Jan Hartmann und Susan Hoecke markiert "Nachtschwestern" bereits die dritte RTL-Eigenproduktion jüngeren Datums, die im medizinischen Bereich angesiedelt ist. Diesmal sogar mit Gaststars: So findet sich Sänger Marc Terenzi etwa überraschend im Krankenhausbett wieder ...


Quelle: teleschau – der Mediendienst