Die britische Dramaserie "National Treasure", die vom Skandal um Jimmy Savile inspiriert ist, läuft erstmals im deutschen Fernsehen: Der Pay-TV-Sender Sony Channel zeigt ab 21. September 2017, donnerstags, 21.10 Uhr, alle vier Folgen.

Der Fall Jimmy Savile schockierte im Oktober 2012 nicht nur Großbritannien: Savile, jahrelang einer der beliebtesten BBC-Moderatoren und so etwas wie ein nationales Heiligtum, soll hunderte Minderjährige vergewaltigt haben, berichtete eine Dokumentation. Verteidigen konnte er sich nicht mehr, denn Savile starb ein Jahr zuvor. Die Beweise aber waren erdrückend. Hunderte Betroffene meldeten sich zu Wort, nachdem sie über Jahre geschwiegen hatten oder schlicht nicht gehört wurden. Seitdem läuft die Aufarbeitung des Skandals – nicht nur juristisch, sondern auch in den Medien.

In der fiktiven Dramaserie "National Treasure", die bereits im vergangenen Jahr beim britischen Sender Channel 4 ausgestrahlt und von den Zeitungen als Sensation gefeiert wurde, heißt Jimmy Savile zwar Paul Finchley, aber die Parallelen sind unverkennbar.

Mit Robbie Coltrane und Julie Walters

Finchley, gespielt von Robbie Coltrane, ist wie Savile ein Fernsehstar, eine Art britischer Thomas Gottschalk oder Günther Jauch. Als er sich eigentlich in den Ruhestand verabschieden will, wird Finchley am Rande einer Preisverleihung und vor den Augen seiner Frau (Julie Walters) verhaftet. Vor vielen Jahren soll er Rebecca Thornton (Kate Hardie) vergewaltigt haben. Der Fall schlägt Wellen, vor allem, als immer mehr Frauen Vorwürfe gegen den ehemaligen Fernsehstar erheben.

Als Finchleys Tochter Dee (Andrea Riseborough) von den Anschuldigungen erfährt, kommen bei der jungen Frau dunkle Erinnerungen hoch: Wurde sie als Kind auch von ihrem Vater vergewaltigt?


Quelle: teleschau – der Mediendienst