Zum Auftakt eines Themenschwerpunkts zum Vietnam-Krieg zeigt ARTE Coppolas Meisterwerk "Apocalypse Now Redux" erneut.

Es ist ein Geheimauftrag, der in die Filmgeschichte einging: Der vom Krieg traumatisierte Captain Willard (Martin Sheen) macht sich auf, mit seinen Männern im Dschungel von Vietnam nach dem wahnsinnig gewordenen Kriegshelden Colonel Kurtz (Marlon Brando) zu suchen, um ihn zu töten. Im Grenzgebiet zu Kambodscha spielt sich Kurtz als grausamer Diktator über einen Eingeborenenstamm auf, suhlt sich im Blut und doziert über die Selbstüberschätzung des amerikanischen Volkes.

Verlust der Menschlichkeit

Spektakulär ist eigentlich alles an Francis Ford Coppolas Antikriegsfilm "Apocalypse Now" von 1979. Die Tatsache, dass erstmals eine filmische Aufarbeitung des Vietnamkriegs versucht wurde, die Besetzung der Schlüsselrolle mit Marlon Brando, die Kosten von 30 Millionen Dollar und die chaotischen Produktionsbedingungen, die eine Fassung mit Kompromissen erzwangen.

Diesen Fehler korrigierte Coppola 2001 und verlängerte seinen Film um 49 Minuten. Herauskam "Apocalypse Now Redux", ein um kleine und große Änderungen bereichertes, nun auf knapp 200 Minuten ausgedehntes Meisterwerk über die Exzesse des Krieges und den Verlust der Menschlichkeit.

Auftakt zum Themenschwerpunkt über den Vietnam-Krieg

Im Anschluss an den Film zeigt ARTE die hervorragende Dokumentation "Im Herz der Finsternis" (1991), die die Dreharbeiten zu Coppolas Jahrhundertwerk begleitet. Beide Filme sind der Auftakt zu einem Themenschwerpunkt über den Vietnam-Krieg, der ab 19. September, 20.15 Uhr, mit der Dokureihe "Vietnam" fortgesetzt wird.


Quelle: teleschau – der Mediendienst