Zwei junge Außenseiter müssen sich im harten Polizeigeschäft bewähren – und stoßen dabei auf vielerlei Widerstände: Die britische Krimiserie "New Blood – Tod in London" begleitet zwei benachteiligte Nachwuchsermittler beim Kampf gegen die kriminellen Mächtigen Londons.

Erfahrung, so will die BBC-Produktion durchaus auch humorvoll aufzeigen, ist nicht zwingend das Nonplusultra bei der Verbrechersuche. Das ZDF strahlt nun die erste Staffel als deutsche TV-Premiere aus: Auf dem Sendeplatz für ausländische Krimis am Sonntagabend zeigt das Zweite jeweils um 22 Uhr drei Folgen – respektive einen neuen Fall.

Mit Ben Tavassoli und Mark Strepan

Sie sind jung, ehrgeizig, talentiert – und bekommen dennoch fast nur Steine in den Weg gelegt: Arash Sayyad (Ben Tavassoli), genannt Rash, und Stefan Kowolski (Mark Strepan) ermitteln als junge Trainee-Detectives in der rasenden britischen Hauptstadt. Doch trotz ihres enormen Potenzials haben sie aufgrund zahlreicher Vorurteile und Machtstrukturen zunächst kaum Aufstiegschancen – Arash ist Sohn irakischer Einwanderer, Stefans Familie stammt aus Polen.

Als sie sich beim Triathlon kennenlernen, stellen die beiden Nachwuchsermittler fest, dass sie in verschiedenen Behörden am selben Fall arbeiten. Fortan halten beide, die längst Briten sind, durch ihr Außenseitertum fest zusammen.

Gleich im ersten Job geht es gehörig zur Sache: Drei Jahre nach einem Medizinexperiment kommen drei Menschen durch Unfälle ums Leben. Die Spur führt zu einem Pharmakonzern, in den Stefan undercover eingeschleust wird; während Rash im Betrugsdezernat ermittelt – und vom Vorgesetzten gemobbt wird. Schon bald stellen die beiden blutjungen Kriminaler fest, dass ein großes internationales Komplott hinter den Todesfällen steckt.

Holzschnittartige Underdog-Klischees

Überhaupt treffen die Protagonisten der Serie, die sich noch mehr durchbeißen müssen als alle anderen, laufend auf Verstrickungen der Reichen und Mächtigen. So wird "New Blood" zur netten Krimiversion des Kampfes zweier Davids gegen diverse Goliaths – die sich allerdings von holzschnittartigen Underdog-Klischees kaum lösen kann.


Quelle: teleschau – der Mediendienst