Dass eine Fernsehserie diplomatische Zerwürfnisse auslöst, ist eher selten. Die norwegische Produktion "Occupied – Die Besatzung" jedoch rief vor drei Jahren die russische Botschaft in Oslo auf den Plan. Russland werde in der Serie "unglücklicherweise die Rolle des Aggressors zugewiesen", hieß es damals. Was war geschehen?

Die erste Staffel der Serie, die unter anderem aus der Feder von Bestsellerautor Jo Nesbø stammt, erzählte, wie russische Truppen das Nachbarland Norwegen besetzen, nachdem die dortige Regierung die Ölförderung zugunsten einer grünen Energiewende eingestellt hatte. Produziert wurde die Serie, wohlgemerkt, noch vor dem russischen Einmarsch in die Ostukraine.

Unter dem Titel "Occupied – Die Besatzung 2" setzt ARTE die Serie nun fort (Folgen eins bis vier am Stück, die Episoden fünf bis acht werden eine Woche später gesendet).

Das Szenario: Norwegen befindet sich bereits seit 17 Monaten unter russischer Herrschaft, der Widerstand ist stark geschwächt, der ehemalige Ministerpräsident Jesper Berg (Henrik Mestad) lebt im Exil. Inmitten dieser explosiven Gemengelage entdecken norwegische Soldaten auf einer Ölplattform mehrere russische Container, in denen Waffen versteckt sind. Die Lage eskaliert, die norwegischen Soldaten werden von den russischen Truppen als Geiseln genommen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst