Wenn sie in einem Film mitspielt, fällt Petra Schmidt-Schaller auf. Sie füllt mit ihrer Präsenz Raum und Rolle. Wie die der alleinerziehenden Mona Doermer im Drama "Eine gute Mutter" (One, 5. November 2017 um 20.15 Uhr), die trotz aller Liebe zu ihren Kindern ihrer Rolle als Mutter nicht gerecht werden kann. Wir haben sie zum Interview getroffen.

Sie spielen Ihre Rolle mit einer faszinierenden Glaubhaftigkeit ...

Wir geben für einen Film unsere Hülle, durch die dann die Figur und der Text fließen. Die Situationen, die ich spiele, passieren mir ja nicht persönlich. Es ist befreiend, mal eine gute, mal eine böse Rolle zu spielen und alle Facetten auszuloten. Auf der Bühne zu stehen, das ist, wie das erste Mal verliebt zu sein. Bei jeder neuen Rolle sind die Gefühle wieder da.

Was haben Sie von den Dreharbeiten in besonderer Erinnerung behalten? Das Tauchen in der Ostsee, das ja auch privat ein Faible ist?

Ich bin schon lange nicht mehr zum Tauchen gekommen. Der Spätherbst im Norden war im vergangenen Jahr wunderschön. Es hat sich sehr gut angefühlt, im November in der eiskalten Ostsee zu tauchen.

Judy Winter, Axel MilbergJenny Elvers-Elbertzhagen – die Nebenrollen sind prominent besetzt ...

Die Charaktere in den Nebenrollen waren sehr wichtig. Da braucht es Schauspieler, die die Kraft haben, starke Hauptfiguren zu unterstützen.

Haben Sie den Abschied vom "Tatort" bereut?

Das weiß ich erst, wenn ich alt bin.

Matthias M. Machan führte das Interview