Seitdem die Regisseurin Julia Irene Peters vor Jahren erstmals den großen Chorwettbewerb in Tansania an der afrikanischen Ostküste erlebt hat, ist sie fasziniert vom Land und von der Begeisterung der dortigen evangelischen Christen beim Singen.

Tansanier aus allen Schichten nehmen unter anderem an dem anspruchsvollen Wettsingen teil, bei dem es neben einheimischen Kompositionen vierstimmige Luther-Choräle darzubieten gilt. Der Wettbewerb, den Peters ins Zentrum ihres Dokumentarfilms "Sing it loud – Luthers Erben in Tansania" stellt, ist der Anlass, um von musikbegeisterten Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft zu berichten, die der Spaß am Singen und durchaus auch ein großer Ehrgeiz antreibt, etwas zu erreichen.

Die meisten Chöre in Tansania proben jeden Tag. Aber auch ein verdrängtes Kapitel deutscher Kolonialgeschichte wird keineswegs ausgespart. Die Free-TV-Premiere ist ein bemerkenswerter, weil zutiefst menschelnder Beitrag zum Verständnis der Völker.


Quelle: teleschau – der Mediendienst