Über kaum ein Land existieren so viele Stereotype wie Russland: Wodka, Oligarchen, Putin und die – gerne mal extrem fühlende – "russische Seele". ZDF-Journalist Matthias Fornoff reiste für seinen Film "Russlands Geheimnisse" durch das Land des Fußball-WM-Gastgebers auf der Suche nach Besonderem.

Er wurde abseits von Klischees fündig: In Russland sind dreimal mehr Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft tätig als in Deutschland. In Suprjagino an der weißrussischen Grenze hüten russische Cowboys gewaltige Rinderherden. Auch die Bedeutung der Schamanen, von denen es mancherorts mehr als Ärzte gibt, dürfte den meisten Deutschen unbekannt sein.

Matthias Fornoff, Leiter der ZDF-Hauptredaktion "Politik und Zeitgeschehen", blendet sein eigentliches Fachgebiet jedoch nicht aus. Die Filmemacher – neben Fornoff selbst sind es Daniel Sich und Sabine Klauser – fanden in ihrer 45 Minuten langen Reportage ein Land, das erstaunlich zufrieden mit seinem Langzeitpräsidenten Wladimir Putin ist. Die Gründe dafür liegen – wie überall auf der Welt – in einer Bevölkerungsmehrheit, die sich wirtschaftlich immer mehr leisten kann.

Am Tag des ersten Auftritts der deutschen WM-Fußballer gegen Mexiko (17 Uhr, ebenfalls ZDF) dürfte die Russland-Reportage des Zweiten auf besonderes Interesse stoßen. Zumal mit der Partie Brasilien gegen Schweiz (20 Uhr, ZDF) eine weitere interessante Paarung der Dokumentation vorausgeht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst