Doku bei Amazon Prime

"Schwarze Adler": Wie rassistisch ist der deutsche Fußball?

1974 war Erwin Kostedde der erste schwarze Nationalspieler. Wie viel Rassismus sind schwarze Fußballer noch heute ausgesetzt? Eine Doku schaut genauer hin.

Aktuelle und ehemalige Spieler wie Leroy Sané, Jérôme Boateng oder Patrick Owomoyela haben den deutschen Fußball geprägt. Dabei war es früher nicht selbstverständlich, dass auch schwarze Fußballer Teil der Nationalelf sind: Erst im Jahr 1974 ebnete Erwin Kostedde als erster schwarzer Nationalspieler der Bundesrepublik den Weg für spätere Spielergenerationen. Der Dokumentarfilm "Schwarze Adler", der ab Donnerstag, 15. April, beim Streaming-Dienst Amazon Prime zu sehen ist, erzählt neben Kosteddes Geschichte auch von zahlreichen weiteren schwarzen deutschen Fußballspielern und lässt dabei Fußballgrößen wie Gerald Asamoah, Cacau oder die frühere Nationalspielerin Steffi Jones zu Wort kommen.

"Schwarze Adler" soll anhand von Erzählungen und seltenen Archivaufnahmen zeigen, "was es bedeutet, vor Tausenden von Menschen im Stadion und vor Millionen vor den Fernsehern rassistisch angefeindet zu werden", heißt es in einer Pressemitteilung zum Film. Indem die Dokumentation verschiedene Spieler-Generationen zu Wort kommen lässt, werde deutlich, "wie langsam sich, von heute aus betrachtet, in den letzten Jahrzehnten etwas an diesem Umgang verändert hat".

Die von Emmy-Preisträger Leopold Hoesch produzierte, rund 110-minütige Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen des deutschen Fußballs: Wie groß sind die Hürden für Spieler, die nicht weiß sind – früher und auch heute noch? Welchen Vorurteilen sehen sie sich ausgesetzt? Und welche Rolle spielen Zuschauer und Medien im Umgang mit dem Thema Diskriminierung? Am Freitag, 18. Juni, zeigt das ZDF "Schwarze Adler" dann erstmals auch im Free-TV.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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