"Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle"

ZDF-Reihe blickt auf St. Pauli-Killer Werner Pinzner

von Hans Czerny

30 Jahre nach der Bluttat von 1986 in einem Hamburger Polizeipräsidium, als ein gefasster Auftragskiller seine Frau, den ermittelnden Staatsanwalt und sich selbst erschoss, "ermitteln" die ZDF-Kriminologen Katinka Keckeis und Axel Petermann erneut in dem spektakulären historischen Fall.

ZDF
Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle: Der St. Pauli-Killer
Dokumentation • 31.07.2020 • 22:30 Uhr

In der dritten Ausgabe der ZDF-Sommerreihe der "spektakulären Kriminalfälle" geht es um den Hamburger Auftragskiller Werner Pinzner. Fünf Auftragsmorde im Hamburger Kiezmilieu hatte Pinzner bereits auf dem Gewissen, als er am 29. Juli 1986 im Beisein des ermittelnden Staatsanwalts, zweier Polizisten und seiner Ehefrau Jutta zum erweiterten Geständnis bat.

Pinzner war am 15. April 1986 durch die Mordkommission verhaftet worden, ein Insider hatte ausgepackt. Im Gefängnis versorgte ihn seine Anwältin mit Kokain und Heroin. Sie besorgte auch die Pistole, die Pinzners Ehefrau Jutta ins Polizeipräsidium schmuggelte. Mit ihr tötete der narzisstisch veranlagte Killer kaltblütig seine Frau, den ermittelnden Staatsanwalt und sich selbst. Zwei Polizisten konnten dem Blutbad entkommen.

HALLO WOCHENENDE!
Noch mehr TV- und Streaming-Tipps, Promi-Interviews und attraktive Gewinnspiele: Zum Start ins Wochenende schicken wir Ihnen jeden Freitag unseren Newsletter aus der Redaktion.

Die Tat fiel in einen Zeitraum, in dem die Kriminalität auf dem Kiez von St. Pauli im Wechsel begriffen war – vom Prostituiertenhandel zum Drogendeal im großen Stil. Pinzner wollte Lebemann sein, er fühlte sich ohnehin über den Dingen stehend und, nach einer ersten Verhaftung bei einem Supermarktüberfall im August '75, im Recht.

In ihrem neuen Film aus der Reihe "Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle" rollen nun Ex-Profiler Axel Petermann und die Psychologin Katinka Keckeis den Fall des St. Pauli-Killers, der den Sturz mehrerer Hamburger Senatoren und die Wahlniederlage der Regierungspartei nach sich zog, noch einmal auf.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Das könnte Sie auch interessieren