"Stadt, Land, Schluss?" heißt eine "Frontal 21"-Dokumentation, die das ZDF am Dienstag, 18. Dezember, um 21 Uhr zeigt. Der Untertitel deutet an, worum es dabei geht: "Heimat zwischen Wut und Wandel".

Die Autoren widmen sich dem Phänomen, dass in Deutschland, wo immer noch 70 Prozent der Bevölkerung in Städten unter 100.000 Einwohner oder gleich auf dem Land leben, die Lebensbedingungen sehr unterschiedlich sind. Das so genannte flache Land ist gegenüber der Stadt benachteiligt.

Armin Coerper, Tonja Pölitz, Anne Herzlieb, Manka Heise und Torge Bode schwärmten dorthin aus, wo sich die Provinz noch so nennen darf: an die Küste, den Hunsrück, die Oberpfalz und in vernachlässigte Gebiete des Ostens und des Ruhrgebietes. An vielen Orten ist es schwer, einen Arzt, Bäcker oder eine Kneipe zu finden. Dafür gibt es: langsames Internet und schlechte Mobilfunkverbindungen.

Der ländliche Raum Deutschlands hat zwischen 2000 und 2015 fast fünf Prozent seiner Bevölkerung verloren. Die einzigen, die hier noch hinziehen, sind Flüchtlinge und andere Zuwanderer. Aber auch das macht – bekanntlich – Probleme. Das größte Problem jedoch, so macht auch dieser Beitrag deutlich: Abgehängte Bürger, auch was die Infrastruktur angeht, neigen zu Wut und Extremismus. Bei der Brexit-Entscheidung der Briten und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten triumphierten Bürger, die sich in der beschriebenen "provinziellen Falle" gefangen fühlen.

Kurz vor Weihnachten, dem Fest der Liebe, widmet sich das ZDF-Reportage-Format einer wichtigen und unterschätzten Ursache für Angst, Neid und Missgunst in Deutschland.


Quelle: teleschau – der Mediendienst