Der Fingerabdruck, die Iris oder die eigene Stimme gelten als die unverwechselbaren, einzigartigen Merkmale eines jeden Menschen. Durch die Verwendung dieser sogenannten biometrischen Daten sollen Pässe und Personalausweise sowie Geschäftsabschlüsse im Internet noch besser geschützt sein. Jedenfalls lautet so ein Versprechen des Staates. Doch ob die Bundesbürger diesem Versprechen glauben schenken dürfen, zweifelt "Die Story im Ersten" von Sabina Wolf an. "Pässe für Kriminelle" titelt ihr Film.

Nach den Recherchen der Filmautoren dringen Cyberkriminelle immer wieder bei staatlichen Stellen oder in IT-Systeme der privaten Wirtschaft ein. Massive Sicherheitslücken machen es möglich. Ihre Beute: hochsensible Daten. Mit diesen können sie die angeblich fälschungssicheren Reisedokumente unter anderem im Dark Net anbieten. Für die Opfer eines Datendiebstahls mit den allerpersönlichsten Daten sind die Folgen mitunter fatal. Denn: Wie nachweisen, dass ein illegal für kriminelle Zwecke verwendeter Fingerabdruck nicht der eigene ist, sondern gestohlen wurde?


Quelle: teleschau – der Mediendienst