Im dritten "München Mord" aus dem Jahr 2016 (Regie: Alexander Dierbach, Buch: Kai-Uwe Hasenheit) wird der Zuschauer zunächst Zeuge einer Machenschaft am Münchner Flughafen: Da löst einer bei der Frachtabfertigung die Versiegelung eines Kastenkoffers und erblickt lauter Geldscheinbündel. Bald darauf taucht der Mann selbst als Leiche im Inneren des Koffers auf.

Der Fall gibt viele Rätsel auf: Warum stammt der Koffer, wie sich herausstellt, aus dem (fiktiven) Ex-Sowjetstaat Kazan? Ein fieser Honorarkonsul und dessen Chauffeur, beide mit dem Toten befreundet, erscheinen bald höchst verdächtig.

Alexander Held als Borderline-Kommissar Ludwig Schaller, der gerne den Profiler gibt, Bernadette Heerwagen als schlaues Greenhorn Angelika und Marcus Mittermeier als Macho-Charmeur Harald Neuhauser, der auch im Dienst noch gut zu flirten weiß: Die drei sind natürlich auch in "Kein Mensch, kein Problem" eine tolle Kombination.

Nur ist nicht alles so lustig wie wohl angedacht. Zu sehr schlägt die Waage in Richtung Charakterkomik aus, zu wenig wird in Richtung Spannung und Krimi-Knofelei gedacht. Schöner wäre es gewesen, beide Seiten gleichermaßen zu bedienen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst