Mit Spannung wurde die Neuinszenierung der "Zauberflöte" in Mozarts Geburtsstadt Salzburg erwartet. In der Version der US-Regisseurin Lydia Steier führt nach der krankheitsbedingten Absage von Bruno Ganz Klaus Maria Brandauer als Erzähler in das Geschehen ein.

Als wäre der freche Papageno, der sich brüstet, den Prinzen Tamino vor einer Schlange gerettet zu haben und auch sonst mit seiner wundersamen Flöte alle Bürden des Schicksals meistert, nicht genug: Bei der neuen Salzburger "Zauberflöte", inszeniert von der amerikanischen Regisseurin Lydia Steier, sollte Bruno Ganz als erzählender Großvater in das vielfach interpretierte Zauber- und Märchenstück einführen. Wegen einer Erkrankung des Schauspielers springt nun Klaus Maria Brandauer ein.

Licht und Dunkel, Königin der Nacht und Sonnenmann Sarastro treten gegeneinander an, eine Prinzessin muss gerettet werden und die "lustigen Figuren" Papageno und Papagena finden sich. Die gut dreistündige Aufführung am 4. August 2018 wird von ARTE und ORF 2 leicht zeitversetzt aus dem Großen Festspielhaus übertragen. Das ZDF sendet am darauf folgenden Tag (Sonntag, 5. August, 22 Uhr) einen zweistündigen Zusammenschnitt des Abends.

Häufig mit Erfolg bis zum Kinderstück für Vierjährige heruntergebrochen, ist es geradezu egal, ob es sich bei dem Schikaneder-Libretto von 1791 (Uraufführung im Theater an der Wieden) um ein reines Märchenstück oder doch um eine ernst gemeinte theatralische Aufklärerei des 18. Jahrhunderts handelt – auf Mozarts Musik ist jederzeit Verlass. Bei der Salzburger Neuinszenierung wird sie von den Sängern Mathias Goerne (Sarastro), Mauro Peter (Tamino), Christiane Karg (Pamina), Adam Plachetka (Papageno) und Maria Nazarova (Papagena) nebst anderen interpretiert. Constantinos Carydis dirigiert die Wiener Philharmoniker, es singt der Wiener Staatsopernchor.


Quelle: teleschau – der Mediendienst