Die Netflix-Horrorserie "The Mist" setzt den Romanklassiker "Der Nebel" von Bestsellerautor Stephen King erstmals als Serie um.

Über eine Kleinstadt im beschaulichen Maine legt sich aus unerklärlichen Gründen ein undurchdringlicher Nebel. Eigentlich schlimm genug. Doch die in der Luft wabernde Suppe schränkt nicht nur die Sicht der Bewohner stark ein, sondern verbirgt auch furchterregende gefräßige Monster. Man könnte meinen, die neue Netflix-Serie "The Mist" stamme aus der Feder des beliebten Horror-Romanciers Stephen King. Tut sie auch: Der Bestseller-Autor schrieb 1980 die Novelle, die der Adaption zugrunde liegt. Ab 25. August ist die erste Staffel des Horrors abrufbar, der bereits vor zehn Jahren unter dem für deutsche Ohren weniger missverständlichen Titel "Der Nebel" als Spielfilm umgesetzt wurde.

Die Bücher von Stephen King gelten als die für TV und Kino am häufigsten adaptierten Geschichten überhaupt. Seit den 80er-Jahren werfen die Filmemacher und Produktionsfirmen mit Umsetzungen nur so um sich – von Meisterwerken wie "The Shining" bis zu Kultformaten wie "Langoliers". Allein in den letzten drei Jahren wurde die King-Bewegtbildsammlung um drei Filme und zwei Serien reicher, darunter "A Good Marriage" und die James-Franco-Serie "11.22.63 – Der Anschlag". Aktuell ist mit "Der dunkle Turm" das größte Epos des Meisters als Kino-Adaption zu sehen.

Der Ort versinkt im Nebel

Nun also eine weitere Serie, erstmals für den Streamingdienst-Netflix. "The Mist" liefert nach dem gelobten 2007er-Kinofilm einen neuen Ansatz, Kings klassischen Bestsellerroman von 1980 umzusetzen. Der Beginn des Schlamassels bleibt auch in der ersten Staffel der Serie ähnlich: Der titelgebende mysteriöse Nebel wabert langsam auf die Kleinstadt Bridgeville zu. Ein Soldat (Okezie Morro) will die Verantwortlichen auf das unnatürliche Wetterereignis hinweisen, wird aber als verrückt ignoriert. Als es die Stadtoberen selbst merken, ist es längst geschehen: Der Ort versinkt im Nebel und bringt hunderte mordlustige Monster mit sich.

Das Unglück kommt so schnell über nie Stadt in Neuengland, dass sich manche Bewohner gar nicht, und einige nur knapp retten können. Etwa in ein Einkaufszentrum, wo sich einige Hauptfiguren der Netflix-Produktion zusammenfinden – so auch Eve (Alyssa Sutherland) und deren Tochter Alex (Gus Birney), die der böse Nebel vom Mann und Papa Kevin (Morgan Spector) trennt. Schnell gerät die unfreiwillig gestrandete Gruppe in Zwist. Ebenfallls eine der Hauptrollen übernimmt "American Horror Story"-Darstellerin Frances Conroy als naturverbundene Nathalie Raven, die in dem Horror-Nebel eine Antwort auf die Umweltsünden der Menschheit entdeckt haben will.

Vorerst zehn Episoden

"The Mist" beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven, was sich da zusammenbraut: In vorerst zehn Episoden zeigt die Serie, wie die Bewohner versuchen angesichts des Horrors ihre Moral und die zivile Ordnung aufrecht zu erhalten. Wer mag, darf das gern als aktuelle Parabel lesen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst