Der Lehrermangel trifft vor allem die Grundschulen. Eine Redakteurin wagt für eine Doku einen ungewöhnlichen Selbstversuch: Sie unterrichtet für mehrere Wochen selbst an einer Schule.

Deutschlands Schulen fehlen die Pädagogen. Und es trifft vor allem ausgerechnet die Jüngsten, für deren erste Schritte in die Welt des Wissens eine bessere Personalausstattung der Schulen entscheidend wäre. Die Dokumentation "Ungenügend! Wie der Lehrermangel unsere Grundschüler abhängt", die vom hr für die ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" produziert wurde, beleuchtet dabei das drastische Versagen von Politik und Verwaltung. Statistiker sagen, 2025 werden deutschlandweit mindestens 26.000 Grundschullehrer fehlen. Immer häufiger kommen sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger zum Einsatz, um Schüler in Lesen, Schreiben und Rechnen zu unterrichten, obwohl sie selbst dafür gar nicht ausreichend ausgebildet wurden, vor allem nicht in didaktischen Fragen.

Immer häufiger kommen somit Pensionäre, noch im Studium befindliche "Anfänger" sowie Akademiker aus gänzlich anderen Berufszweigen, die nie Pädagogik und Methoden der Wissensvermittlung gelernt haben, an deutschen Schulen zum Einsatz. Kann das auf Dauer funktionieren? Die TV-Journalistin Petra Boberg startet einen bemerkenswerten Selbstversuch. Dafür unterrichtet sie selbst mehrere Wochen lang an einer Grundschule in Wiesbaden: und zwar eine 1. Klasse und eine 4. Klasse in den Fächern Deutsch, Sachkunde und Musik.


Quelle: teleschau – der Mediendienst