Wie entstand eigentlich der Weihnachtsmann? In seinem ersten eigenen Animationsfilm gibt Streaming-Anbieter Netflix eine spaßige und kurzweilige Antwort – und entfacht Vorfreude auf das Fest.

Jeder kennt die wichtige Aufgabe des Weihnachtsmannes an Weihnachten: Er schnallt in der Nacht seine Rentiere vor seinen riesigen Schlitten, und fliegt damit von Haus zu Haus, um den braven Kindern Geschenke unter den Baum zu legen. So weit, so gut – doch was passiert eigentlich davor? Eine heitere wie auch gefühlvolle Antwort gibt der Streamingdienst Netflix mit seinem ersten eigenen Animationsfilm: "Klaus" ist ab Freitag, 15. November, verfügbar und stimmt in bester Weihnachtsfilmmanier auf die besinnlichste Zeit des Jahres ein.

Dabei beginnt die Geschichte völlig abseits der schönen, verschneiten Berge. Der unsympathische und schnippische Postbote Jesper (gesprochen von Ralf Schmitz), ein absoluter Versager in der "Königlichen Postakademie", will es sich eigentlich nur auf der Kohle seines Vaters gemütlich machen. Doch dieser ist damit ganz und gar nicht einverstanden. Kurzerhand schickt er seinen Sohn nach Zwietrachting – einem kleinen, verlassenen Dorf hoch oben im Norden.

Und hier herrschen düstere Zustände: Alles grau in grau, und es stehen sich zwei Clans gegenüber, die seit Anbeginn der Zeit verfeindet sind und sich aus Tradition bekämpfen. Das "lebhafte Kulturleben des Ortes", wie es der herrlich sarkastische Fährmann ankündigt, beschränkt sich auf gegenseitiges Zerstören und Bekriegen – ein herrlicher Augenschmaus, besonders, wenn Jesper zwischen die Fronten gerät. Und gerade hier, wo niemand an jeglicher Kommunikation interessiert ist, muss er innerhalb von einem Jahr 6.000 Briefe zustellen, sonst dreht ihm sein Vater den Geldhahn zu.

Durch Zufall lernt Jesper den riesenhaften Klaus (gesprochen von Rufus Beck) kennen, der abgelegen in einer Hütte voller Spielsachen wohnt. Dann nimmt die Geschichte ihren Lauf: Die Kinder, die gar nicht verstehen, warum das Dorf eigentlich zerstritten ist, merken, dass sie einen Brief an Klaus schicken müssen, um Spielzeug zu bekommen. Das ist ein gefundenes Fressen für Jesper, der unbedingt schnellstmöglich wieder nach Hause will. Der grummelige Klaus, der offensichtlich ein tiefes Geheimnis verbirgt, taut langsam auf. Und auch die Lehrerin Alva (Josefine Preuß), die nur ihre Zeit absitzen wollte, hat in ihrer Schule plötzlich einen Haufen Kinder vor sich, die tatsächlich Schreiben lernen wollen – ein riesiger Skandal für das gesamte Dorf!

Der "Ich – einfach unverbesserlich"-Schöpfer Sergio Pablos hat wieder mal alles richtig gemacht und zauberte um ein altbekanntes Märchen eine herrlich spaßige Geschichte, die von einer spritzigen Szene in die nächste springt. Die Entwicklung von Klaus, Jesper und dem gesamten Dorf, ausgelöst durch die unvoreingenommenen Kinder, spannt sich wie ein Bogen über eine lebhafte und tiefgreifende Story bis hin zu dem Ende, das überall bekannt ist: Der Weihnachtsmann zieht mit seinem Schlitten und den Rentieren von Haus zu Haus und verteilt seine Geschenke.


Quelle: teleschau – der Mediendienst