"Ist das alte Europa noch zu retten", fragt die ZDF-Reportage "ZDFzeit: Laut, forsch, national" angesichts der wachsenden Macht rechtspopulistischer Parteien und autokratischer Politiker in der EU.

"Wir wollen starke Nationalstaaten, und wir wollen starke Führer an der Spitze Europas sehen": Mit diesen Worten befeuerte Ungarns Präsident Viktor Orbán am Nationalfeiertag Mitte März 2019 seine Anhänger. Es sind längst nicht mehr nur populistische Worthülsen: Europa driftet nach rechts, Nationalismus ist wieder en vogue, liberale Demokratien und die EU werden von den Rechten verächtlich gemacht. In beinahe jedem Land der Euopäischen Union erstarken rechtspopulistische Parteien, nicht selten sind sie wie etwa in Ungarn, Österreich, Polen und Italien an der Regierung beteiligt. Es steht wie eine Drohung im Raum: Gehört Europas Zukunft Männern wie Orban, wie Matteo Salvini und Heinz-Christian Strache?

Das Reportage-Format "ZDFzeit" fragt daher: "Ist das alte Europa noch zu retten?". Was kann der Ideologie des neuen Nationalismus, der starken Männer und geschlossenen Grenzen überhaupt entgegengesetzt werden? Ist der Aufstieg nationalkonservativer und autokratischer Parteien und Politiker noch aufzuhalten? Welche Rolle spielte dabei die sogenannte Flüchtlingskrise?

Im Gespräch mit Experten und Politikern, mit EU-Verteidigern und EU-Skeptikern versucht der Film von Daniel Sich diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Zu Wort kommen dabei auch deutsche Politiker wie Wolfgang Schäuble, der vor allem die Meinungsfreiheit gewahrt sehen will, und Alexander Graf Lamsdorff, der den Ernst der bedrohlichen Lage benennt: "Wenn die Orbáns und Salvinis dieser Welt sich in Europa durchsetzen, wäre das das Ende der Europäischen Union."


Quelle: teleschau – der Mediendienst