Es war nur der Wurf eines Balles. Beim Schulsport wurde Vicky von dem Spielgerät am Kopf getroffen. Am Tag darauf konnte das damals erst 15-jährige Mädchen nicht mehr sehen. Vicky ist erblindet und bis heute in ihrer Dunkelheit gefangen. Dennoch hat die junge Frau ihren "Traum vom Sehen", wie der Film von Michael Petsch heißt, nicht aufgegeben. "37°" hat Vicky über die beachtliche Dauer von vier Jahren mit der Kamera begleitet.

Petschs Dokumentation zeichnet das Porträt eines Menschen, der trotz weiterer Rückschläge nicht aufgeben will. Kurz hatte Vicky sogar die Hoffnung, dass sie durch ein sogenanntes Elektrostimulationsverfahren wieder ein Licht erkennen könnte. Nach eigener Aussage erschienen ihr helle und dunkle Punkte. Doch nach kurzer Zeit war dieser Effekt wieder verpufft.

Vicky hat nach dem verhängnisvollen Ballwurf, der ihr das Augenlicht kostete, heute ein neues Leben begonnen. Durch ihre erstaunliche Lebenskraft arbeitet sie nunmehr bei einer Behörde der Bundeswehr. Die heute 20-Jährige steht trotz ihrer Sehbehinderung auf eigenen Beinen. Darauf ist nach einigen Schicksalsschlägen, die sie erleben musste, besonders stolz.


Quelle: teleschau – der Mediendienst