Tragischer Unfall

Lydia Möcklinghoff: Forscherin stirbt bei Flugzeugabsturz in Brasilien

08.07.2026, 11.41 Uhr
Lydia Möcklinghoff kam bei einem Flugzeugabsturz in Brasilien ums Leben. Die Biologin forschte dort regelmäßig zu bedrohten Tierarten und war durch Medienauftritte bekannt geworden. Die brasilianischen Behörden untersuchen die Absturzursache noch.
Lydia Möcklinghoff auf einem schwarz weiß bild.
Lydia Möcklinghoff starb bei einem tragischen Flugzeugabsturz. Auf dem Bild war sie zu Gast im WDR bei "WestArt Live".   Fotoquelle: picture alliance / Horst Galuschka/dpa | Horst Galuschka

Lydia Möcklinghoff ist am Freitag, dem 03. Juli, bei einem Flugzeugabsturz in Brasilien ums Leben gekommen. Die Biologin und Forscherin wurde vor allem durch ihre Arbeit mit Ameisenbären bekannt. Ihre Familie bestätigte die Todesnachricht am Wochenende auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Biologin. Möcklinghoff stammte aus Walldorf in Baden-Württemberg und lebte seit mehreren Jahren in Köln. Ihrem Bruder zufolge befand sie sich auf einer Forschungsreise. Die Expertin arbeitete vor allem im Bereich der Tierforschung und leitete dort zahlreiche Projekte. Immer wieder reiste sie für ihre Forschung nach Afrika. Medial bekannt wurde Möcklinghoff durch zahlreiche Fernsehauftritte, unter anderem bei "Terra X" und im WDR. Auch in Radiosendungen und Podcasts sprach sie regelmäßig über Umwelt- und Tierschutzthemen. Kolleginnen und Kollegen beschrieben sie als engagierte Vermittlerin wissenschaftlicher Inhalte.

Trauer in Walldorf nach Flugzeugabsturz von Lydia Möcklinghoff

Ihr Bruder erklärte in einem Interview, dass die Familie durch eine offizielle Nachricht aus Brasilien vom Tod erfahren haben soll. Viele Freunde und Wegbegleiter gedenken ihr mit Nachrufen in den sozialen Medien. Die Stadtverwaltung aus Walldorf teilte mit, dass Möcklinghoff den Menschen viel bedeutet habe. Die Absturzursache wird nach Angaben der brasilianischen Behörden noch untersucht. Zum Zeitpunkt des Absturzes sollen auch weitere Personen an Bord gewesen sein. Über deren Identität und Zustand machten die Behörden bislang keine Angaben. Ihr Einsatz für bedrohte Arten fand auch international Beachtung. Kollegen beschrieben ihr Engagement als vorbildlich für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Zurück bleiben zahlreiche Veröffentlichungen und Dokumentationen über die Tierwel. Möcklinghoff schrieb Bücher und Artikel, in denen sie Forschungsreisen schilderte und auf die Bedeutung von Naturschutzprojekten hinwies. In Interviews berichtete sie, das Erlebnis in den Savannen Afrikas sei "unersetzlich für das Verständnis von Wildtieren".

Lydia Möcklinghoff im Gespräch mit Prisma

Vor ein paar Jahren haben wir mit der Biologin über ihre Begeisterung für Ameisenbären und ihre Forschung in Afrika gesprochen. Hier könnt ihr noch einmal lesen, was ihre Arbeit für sie besonders gemacht hat. Möge sie in Frieden Ruhen.

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