Multitalent

Maximilian Arland: Das wurde aus dem Schlagersänger & Entertainer

11.02.2026, 12.26 Uhr
Maximilian Arland, bekannt als Schlagerstar und Moderator, stellt sich einer neuen Herausforderung. In "Das große Promibacken" zeigt er seine Backkünste und beweist erneut seine Vielseitigkeit.

Es wäre schon eine Überraschung gewesen, wäre Maximilian Arland etwas anderes geworden als Schlagersänger und Entertainer, hätte er eine andere Berufsbühne gewählt als die der Entertainment-Branche. Eine Überraschung, weil sein Leben gleichsam vorgeprägt wurde. Weil er in einer großen musikalischen Familie aufgewachsen ist und ihm also, wie man sagt, das Talent in die Wiege gelegt wurde. Arland nahm das Geschenk an und wurde also auch Musiker und Entertainer. Keine Überraschung.

Ein Text über Maximilian Arland kann daher nicht ohne seine Vorfahren beginnen. Sein Großvater war Rolf Arland. Der große Rolf Arland, wohlgemerkt, der Schlagerkomponist, der etliche Hits geschrieben hat, unter anderem für einen anderen Musiker mit dem Prädikat "kein Geringerer". Arland, Rolf, gilt als der Entdecker Roy Blacks, für den er Evergreens wie "Du bist nicht allein" und "Ganz in Weiß" komponierte. Black soll bei den Arlands ein und aus gegangen sein.

Und dann ist da noch Maximilian Arlands Vater Henry, Komponist, Musiker oder noch genauer: Klarinettist, als der er sowohl unter seinem Namen wie auch als Begleitmusiker Stücke veröffentlichte. Mit Arland, Henry, wurden auch Maxi und sein Bruder Hansi deutschlandweit bekannt. Als Instrumental-Trio traten die drei 1993 in der "Volkstümlichen Hitparade" auf, die sie für sich entschieden hatten. Danach sah man Vater und Söhne in verschiedenen Fernsehsendungen auftreten. 1994 gewannen sie mit dem Lied "Echo der Berge" den Grand Prix der Volksmusik.

"Die Bühne ist mein Leben"

Ein Fingerzeig waren für Arland, Maxi, auch diese Erfahrungen und Erfolge. Wie schon oft in der Musikgeschichte geschehen, machte auch er sich bald als Sänger selbstständig. Er startete eine Schlagerkarriere, mehrfach nahm er beim Volksmusik-Grand-Prix teil und kam jeweils ins Finale, 2002 gewann er den deutschen Vorentscheid mit dem Titel "Ich hör Chopin". Zahlreiche Alben nahm er seither auf, zuletzt 2023 die Roy-Black-Hommage "Maxi Arland singt Roy Black". Darin enthalten auch "Du bist nicht allein" und "Ganz in Weiß". So reichte Maxi seinem Opa Rolf die Hand.

"Die Bühne ist mein Leben", sagt Arland über sich. Nur ist ihm die Schlagerbühne offenbar nicht groß genug. Und so zog es ihn auf die Moderatorenlaufbahn. Arland absolvierte eine Ausbildung zum Rundfunkredakteur und Radiomoderator, moderierte dann erst beim Radio und schließlich beim Fernsehen. Seit 2004 präsentierte er in der ARD die Samstagabend-Show "Musikantendampfer". Für dieselbe Rundfunkanstalt moderierte er unter anderem auch "Melodien der Herzen" und für SAT.1 – zusammen mit Evelyn Weigert – das Format "Schlagerbulli". Entertainer-Legende Thomas Gottschalk sagte einmal über Arland: Es sei "einer der wenigen, die in meine Richtung gehen".

Arland im "Haifischbecken"

Diesen Weg geht der Wahlberliner auch weiterhin. Im laufenden Jahr moderiert Arland die durch ganz Deutschland tourende "Die große Schlager Hitparade". Hin und wieder nimmt er aber auch Nebenpfade. Indem er etwa bei TV-Formaten mitmacht, wo er nurmehr Gast ist und nicht Gastgeber, Kandidat und nicht Moderator, wo er geleitet wird statt zu leiten. Wie in der RTL-Sendung "Let's Dance", in der er sich 2017 als Tanzkandidat immerhin bis auf Platz sieben tänzelte. Oder nun in der Kochsendung "Das große Promibacken" (ab 11. Februar, 20.15 Uhr, SAT.1), wo er seine Backkünste unter Beweis stellen will.

Es ist, als wollte Arland auch mit solchen "Nebenprojekten" seine Vielseitigkeit unterstreichen. Auch zwängt sich ein weiterer Eindruck angesichts seiner Umtriebigkeit auf. Von der Schlagerbranche sagte Arland einmal nicht unkritisch, es sei ein "Haifischbecken", in dem es zum Überleben hart zu kämpfen gelte. Nicht nur in der Schlagerwelt mag es so zugehen, sondern in der Unterhaltungsbranche insgesamt, um nicht zu sagen, im Leben als Ganzes. Haifischbecken: Es scheint, und das ist der sich aufdrängende Eindruck, als schlage sich Arland ganz wacker in diesem Becken – mag sein, nicht als Hai, aber doch als Fisch, der geschickt den Herausforderungen trotzt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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