TVNOW-Doku

Boris Herrmann und seine "Sturmfahrt" über die Weltmeere

01.10.2021, 12.18 Uhr
Boris Herrmann kämpfte während der Vendée Globale gegen die Naturgewalten.
Boris Herrmann kämpfte während der Vendée Globale gegen die Naturgewalten.  Fotoquelle: RTL

Boris Herrmann segelte in 80 Tagen um die Welt: Als einziger Deutscher hat er die weltberühmte Segelregatta Vendée Globe erfolgreich absolviert. Eine TVNOW-Doku hat ihn dabei begleitet.

Wenig Schlaf, Essen aus Plastikbeuteln, Segeln inmitten von Stürmen und dem unerbittlichen Ozean: Für Herrmann war die Vendée Globe eine dreimonatige Extremerfahrung mit Höhen und Tiefen. Ab dem 4. Oktober zeigt die Dokumentation "Sturmfahrt - Boris Herrmann auf der härtesten Segelregatta der Welt" bei Streaming-Anbieter TVNOW die Tage an Bord des Segelschiffs von Anfang bis Ende des Rennens aus Herrmanns Perspektive. Bislang unveröffentlichtes Videomaterial und Audio-Nachrichten von Bord geben in "Sturmfahrt" Einblick in den Kampf eines Mannes gegen die segelnde Konkurrenz, das Meer - und am Ende gegen sich selbst.

Schon nach vier Tagen schwinden bei Herrmann die Kräfte. "Eigentlich müsste ich natürlich froh sein, bei der Vendée Globe dabei zu sein, aber ich kämpfe mich nur von Situation zu Situation und habe noch nicht einmal richtig geschlafen", sagt er. Und zu diesem Zeitpunkt weiß er nicht, was während des Rennens noch auf ihn zukommt: zerstörerische Tropenstürme, Reparaturen in schwindelerregender Höhe und Schwächeanfälle durch die unglaubliche physische und psychische Belastung. An manchen Tagen sitzt er nur noch weinend an Deck: "Ich bin ein bisschen überrascht über diese subjektive Schwäche. Ich kann sie aber ganz gut annehmen und akzeptieren. Ich muss kein Held sein."

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"Ich rede, also bin ich"

Besonders hart ist die Vendée Globe aber wegen der Einsamkeit. "Das Alleinsein ist manchmal nicht einfach für mich. Dieser permanente Stress macht natürlich etwas mit den Emotionen", sagt Herrmann. "Ich kommuniziere wie ein Weltmeister und das hilft mir durch den Tag", erklärt er seine Strategie gegen die Einsamkeit: "Ich rede, also bin ich. Ich fühle mich selbst durchs Sprechen. Das scheint eine Art Selbsttherapie zu sein."

In der Doku kommt aber nicht nur der Segler selbst zu Wort. Auch Rennleiter Jacques Caraës, Journalistin Marine Barnérias sowie Herrmanns Freund Pierre Casiraghi, mit dem er 2019 gemeinsam mit Greta Thunberg nach New York segelte, geben ihre Einschätzungen ab.

"Sturmfahrt – Boris Herrmann auf der härtesten Segelregatta der Welt" ist eine Doku übers Scheitern und Wiederaufstehen sowie über unglaubliche Solidarität und Freundschaft auf dem Meer. TVNOW zeigt den 90-minütigen Film ab dem 4. Oktober. 


Quelle: areh
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