"Die Story im Ersten"

"Der Traum von fünf Prozent": Was wollen eigentlich die kleinen Parteien?

von Hans Czerny

44 Parteien sind für die Bundestagswahl zugelassen, die meisten von ihnen laufen unter "Sonstige" und haben kaum  eine Chance auf einen Einzug in den Bundestag. Doch der Traum bleibt. Ein Reporterteam vom RBB hat bei den Parteien nachgefragt.

ARD
Die Story im Ersten: Der Traum von fünf Prozent
Reportage • 13.09.2021 • 23:05 Uhr

Von der europäisch ausgerichteten Volt-Partei bis zur Pogo-Partei ("Arbeit ist Scheiße") haben sie sich für die Wahl zum Deutschen Bundestag beworben. Doch die kleinen Parteien, gerne auch "die Sonstigen" genannt, werden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, einer Konsequenz, die man nach dem Krieg aus den Lehren der Weimarer Republik mit ihren vielen Splitterparteien zog. Doch was lässt die Kleinen weiter träumen, was ist ihr Programm, warum treten sie immer wieder an, ohne Aussicht auf Erfolg? – Um das herauszufinden zogen Reporter vom RBB für die "Story im Ersten" mit einem feuerroten Wohnmobil im Sommer quer durch Deutschland.

Manche haben nur wenige hundert Mitglieder, andere tausende. Auf wenigstens einer Landesliste müssen sie alle vertreten sein. Mal steht bei ihnen das Klima, mal Tierschutz oder Heimat, Migration oder Gesundheit im Vordergrund. Mit Slogans wie "Sozialer Wohnungsbau wie in Wien" oder "Radfahren wie in Kopenhagen" erreichte etwa die europäisch ausgerichtete junge Volt-Partei bereits lokale Erfolge. So wird nicht zuletzt auch die Fünf-Prozent-Hürde selbst infrage gestellt. Jeder sechste deutsche Wähler wird durch dieses Hindernis nicht im Parlament vertreten sein.

Die Story im Ersten: Der Traum von fünf Prozent – Mo. 13.09. – ARD: 23.05 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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