"Eiskalt": Stefan Mross kritisiert ARD nach Aus von "Immer wieder sonntags" scharf
Stefan Mross hat im Frühjahr das Ende der ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" kommentiert. Der Moderator erklärte, der Sender habe die Entscheidung zur Absetzung nach 22 Jahren überraschend verkündet. Der SWR gab im März 2026 bekannt, die traditionsreiche Musikshow nach rund 30 Jahren einzustellen. Ab dem 31. Mai 2026 laufen noch 13 Live-Ausgaben; am 6. September ist die große Finalshow geplant, am 13. September folgt ein Best-of.
Das abrupte Vorgehen löste bei Mross laut eigener Aussage Enttäuschung aus. Er schilderte, erst wenige Stunden vor der öffentlichen Bekanntgabe in einem persönlichen Gespräch informiert worden zu sein – das Vorgehen habe er als "eiskalt" empfunden. Anfangs habe er das Treffen für eine reguläre Planungsrunde gehalten. Die Ankündigung überbrachten ihm dann schließlich zwei Vertreter des Südwestrundfunks (SWR) im kleinen Kreis.
So schockiert war Mross über das Show-Aus
Mross berichtete gegenüber verschiedenen Medien, er sei schockiert gewesen und habe sich geweigert, vorgefertigte Statements zu unterschreiben. Diese hätten den Eindruck erwecken sollen, das Ende der Show sei im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt. Seine Partnerin Eva Luginger war bei dem Gespräch anwesend und begleitete ihn nach draußen, damit er sich sammeln konnte. Zur ARD sagte er: "Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair. So etwas macht man nicht."
Stefan Mross erhebt Vorwürfe wegen Aus von "Immer wieder sonntags"
In mehreren Interviews betonte der Schlagersänger, wie stark ihn das Aus emotional getroffen habe: "Natürlich sind da auch Tränen geflossen. So etwas steckt man nicht so leicht weg." "Immer wieder sonntags" sei seine große Liebe und sein Lebenselixier gewesen. Mross moderierte die Sendung seit 2005 und prägte sie über mehr als zwei Dekaden.
Die ARD begründete die Entscheidung mit Sparmaßnahmen, der geplanten Investition in neue digitale Unterhaltungsformate und einer Ausrichtung auf ein jüngeres Publikum. Mross reagierte mit Unverständnis und verwies auf stabile Quoten: Zuletzt habe die Sendung über 1,27 Millionen Zuschauer und 17 Prozent Marktanteil erreicht.
Das Formatende hat für den Moderator auch wirtschaftliche Folgen. Er erklärte, nun über Kompensationsmöglichkeiten nachzudenken, und berichtete von Rückhalt aus seinem beruflichen Umfeld. Für seine geplante "Immer wieder Stefan"-Tour 2027, die aktuell mit 60 Terminen geplant ist, werden die Ticketpreise gesenkt, und die beteiligten Künstler verzichten auf einen Teil ihrer Gage.
Neue Wege nach "Immer wieder sonntags": Mross verhandelt mit Privatsendern
Nach dem Aus strebt der 50-Jährige eine Fortsetzung außerhalb der ARD an. Die Studiokulisse im Europa-Park, Schauplatz zahlreicher Ausgaben, bleibt vorerst bestehen. Mross teilte mit: "Wir sind derzeit in Gesprächen mit Privatsendern. Ich bin zuversichtlich, dass da was klappt. Ob die Sendung dann 'Immer wieder sonntags' heißt, wie das Konzept aussieht etc., kann ich noch nicht sagen, aber wir bleiben dran." Konkrete Abschlüsse liegen bislang allerdings nicht vor.
Andere TV-Formate kommen für Mross nach eigenen Angaben nicht infrage. Im Gespräch mit Bild.de stellte er klar, die Teilnahme an Formaten wie "Dschungelcamp" oder "Sommerhaus der Stars" kategorisch auszuschließen, obwohl bereits Anfragen aus dem Reality-TV vorlägen.
Reaktionen aus der Musikbranche
Für den Sommer 2026 kündigte Mross an, die letzten Sendungen mit gewohnter Leidenschaft zu moderieren. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte er: "Es werden wieder Millionen Leute begeistert sein und wir werden eine saugeile Staffel hinlegen wie jedes Jahr." Die finale Live-Folge ist für den 6. September 2026 terminiert; am 13. September folgt ein Best-of.
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