"In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi"

Was geschah 1993? Dieser „Taunuskrimi“ blickt tief in die Vergangenheit

05.01.2026, 08.30 Uhr
Im ZDF-Taunuskrimi "In ewiger Freundschaft" ermitteln Pia Sander und Oliver von Bodenstein in der Verlagswelt. Ein Mord und ein geheimnisvoller Zettel führen die Ermittler auf eine spannende Spur.

Es kann bisweilen auch von Vorteil sein, wenn zwischen der Erstausstrahlung zweier Filme derselben Krimi-Reihe etwas mehr Zeit vergeht. So etwa im Fall der ZDF-Reihe "Ein Taunuskrimi": Im Februar 2022 zeigte das ZDF mit "Muttertag – Ein Taunuskrimi" zuletzt einen Zweiteiler, basierend auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Nele Neuhaus. An der Seite von Tim Bergmann als Kommissar Oliver von Bodenstein ermittelte darin erstmals Annika Kuhl als Kommissarin Pia Sander. Die heute 53-Jährige hatte die Rolle nach neun Jahren und acht Filmen von Felicitas Woll übernommen. Für den nun erstausgestrahlten zehnten Film "In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi" wurde die Rolle abermals umbesetzt. Kathrin von Steinburg spielt nun Pia Sander, was fürs Publikum nach vier Jahren allerdings leichter zu akzeptieren sein sollte.

ZDF
In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi
Krimi • 05.01.2026 • 20:15 Uhr

Der Film unter Regie von Stefan Bühling (Drehbuch: Thorsten Näter) spielt in der Buchbranche. Pia Sander bekommt einen Anruf von ihrem Ex-Mann Henning Kirchhoff (Alexander Beyer): "Meine Literaturagentin Maria Hauschild rief gerade an: Sie ist im Haus einer Freundin, von der sie seit ein paar Tagen nichts gehört hat. Sie befürchtet, ihr könnte etwas zugestoßen sein, weil sie Blutspuren an der Tür entdeckt hat." Die vermisste Heike Wersch arbeitete als Lektorin: "Sie wurde vor kurzem fristlos gekündigt, und jetzt fürchte ich, dass sie sich vielleicht was angetan hat", berichtet Maria Hauschild (Nicole Marischka).

Der Plagiatsvorwurf mit fatalen Folgen: Literarische Eitelkeiten als Tatmotiv

Im alten Verlag der Vermissten herrscht eisige Stimmung: Heike Wersch hatte nicht nur vor, einen eigenen Verlag zu gründen und Autoren dafür abzuwerben. Sie habe auch einen ihrer Autoren ans Messer geliefert, indem sie öffentlich machte, dass er von einem unbekannten chilenischen Autoren abgeschrieben hat, erzählt der Verleger Carl Winterscheid (Golo Euler).

Als tags darauf die übel zugerichtete Leiche von Heike Wersch auftaucht, scheint der Fall klar zu sein: Die Lektorin wurde ermordet, doch von wem? Eine Spur könnte jener Zettel sein, den Heike Wersch kurz vor ihrem Verschwinden aus der Post zog: "Ich weiß, was du 1993 getan hast und du weißt es auch." Auch der Programmleiter Alexander Roth (Thomas Dannemann), ein alter Freund von Heike, hat einen Zettel mit der Aufschrift bekommen. Es dauert nicht lange, da gibt es einen weiteren Toten ...



Warum bei Nele Neuhaus die zwischenmenschlichen Konflikte zählen

Wie so oft bei Nele Neuhaus sind es die zwischenmenschlichen und familiären Dramen, um die sich in "In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi" alles dreht. Neu ist, dass die Figuren diesmal den Taunus verlassen und einen Ausflug nach Frankreich unternehmen. Anders als in den meisten anderen Krimis bekommt darüber hinaus auch die mühsame Polizeiarbeit viel Raum eingeräumt: "In der Vergangenheit habe ich oft und gerne mit der Polizei zusammengearbeitet", erklärt Romanautorin Nele Neuhaus im Interview zum Film: Für ihre sorgfältige Recherche wurde die heute 58-Jährige vom Polizeipräsidenten Westhessen zur "Kriminalhauptkommissarin ehrenhalber" ernannt.

Derzeit schreibt Neuhaus übrigens bereits an ihrem zwölften Taunuskrimi: "Ende April habe ich den Abgabetermin", erklärt sie im Interview: "Das heißt, im August oder September 2026 soll das Buch erscheinen." Bis zur Verfilmung dürften allerdings noch einige Jahre vergehen. Als Nächstes wäre mit "Monster" der elfte Roman der Reihe an der Reihe. Der Spiegel-Bestseller erschien 2025 und erzählt von der Leiche eines jungen Mädchens, das mutmaßlich von einem afghanischen Asylbewerber ermordet wurde.

Den zweiten Teil von "In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi" zeigt das ZDF am Dienstag, 6. Januar, um 20.15 Uhr. In der ZDFmediathek stehen beide Filme bereits ab Donnerstag, 4. Dezember, zum Abruf bereit.

In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi – Mo. 05.01. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das könnte dich auch interessieren