Dschungelcamp-Kontroverse

Nach Antisemitismus-Skandal: Tal Ofarim verteidigt Bruder Gil bei RTL

11.02.2026, 16.34 Uhr
Gil Ofarim sorgt im Dschungelcamp für Aufsehen. Nach dem Antisemitismus-Skandal von 2021 äußert sich sein Bruder Tal zu den Vorwürfen und verteidigt ihn.

Er gilt als einer der umstrittensten Teilnehmer des Dschungelcamps und sorgt für Diskussionen: Nach dem Skandal um einen erfundenen Antisemitismus-Vorfall in einem Leipziger Hotel aus dem Jahre 2021 ist Gil Ofarims Teilnahme an der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (IBES) vielen Zuschauern ein Dorn im Auge und zeigt, dass er in der öffentlichen Wahrnehmung noch lange nicht rehabilitiert ist. Jetzt äußert sich sein Bruder Tal Ofarim.

Tal Ofarim verteidigt Bruder Gil in RTL-Show

In der „Warm up Show” des Senders äußerte sich Tal Ofarim zur Kritik an der Teilnahme seines Bruders. Es habe in der Vergangenheit schon mehrere Gelegenheiten für seinen Bruder gegeben, sich zu dem Skandal zu äußern, sagte Tal Ofarim in der RTL-Show. Er erklärte dann, dass er über etwaige Pläne seines Bruders aber nicht eingeweiht sei und dämpft auch die Erwartungen, dass Gil den Skandal eventuell noch einmal am Lagerfeuer besprechen könnte: „Ich weiß es selbst nicht. Wenn er mehr darüber sagen würde, würde es mich wundern, weil er eben diese Möglichkeiten schon hatte“, so Tal weiter.

Tal bleibt in seinen Ausführungen möglichst vage. Dass es von seinem Bruder bisher keine weiteren Erklärungen gegeben habe, sei kein Zufall. „Das hat Gründe, warum er es nicht macht oder nicht kann", sagt Tal Ofarim. Die Öffentlichkeit kenne aber auch nur das Bild, das durch Medienberichte entstanden sei. „Mein Bruder ist auch ein Mensch, und den kennen halt alle nicht“, so Ofarims jüngerer Bruder weiter.

Antisemitismus-Vorwurf wegen Davidstern-Kette: Die Ereignisse im Überblick

Was er damit meint, lässt er offen. Denn zumindest gerichtlich scheint das Bild, „das durch Medienberichte entstanden“ ist, eindeutig. Zur Erinnerung: 2021 hatte Gil Ofarim dem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels vorgeworfen, ihn wegen seiner Kette, an der ein Davidstern hängt, diskriminiert zu haben und hatte diesem Antisemitismus vorgeworfen. Kameraaufnahmen und Zeugenaussagen widersprachen Ofarims Schilderungen.



Die Staatsanwaltschaft erhob daraufhin Anklage gegen Ofarim wegen Verleumdung, falscher Verdächtigung und Betrugs. Bei der Hauptverhandlung Ende 2023 räumte der heute 43-Jährige schließlich ein, die Geschichte erfunden zu haben. Das Verfahren wurde unter der Auflage eingestellt, dass Ofarim jeweils 5000 Euro an die Jüdische Gemeinde zu Leipzig und die Gedenk- und Bildungsstätte – Haus der Wannsee-Konferenz zahlen muss. Außerdem wurde ein Schmerzensgeld fällig, das er an den beschuldigten Hotelangestellten zahlen musste.

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