Anouk Grinberg

Du lachst ja wieder! Philippe Bas und Anouk Grinberg Vergrößern
Du lachst ja wieder! Philippe Bas und Anouk Grinberg
Anouk Grinberg
Geboren: 20.03.1963 in Uccle, Belgien

1992 erhielt die junge französische Darstellerin das, wovon viele ihrer Kolleginnen träumen: den Romy-Schneider-Preis, die bedeutendste Auszeichnung der französischen Filmindustrie für Nachwuchstalente. Es sollte nicht ihre einzige Auszeichung bleiben, denn vier Jahre später wurde Anouk Grinberg für ihre Rolle als Pariser Hure an der Seite von Jean-Pierre Léaud in Bertrand Bliers gefeiertem Melodram "Mein Mann" (1996) mit dem Silbernen Bären der Filmfestspiele von Berlin ausgezeichnet. Blier hatte nicht erst zu diesem Zeitpunkt das Talent der Französin entdeckt, sondern schon zu Beginn der Neunzigerjahre, als er mit ihr das Drama "Dem Leben sei Dank." (1991) realisierte. Zwei Jahre später folgte das Sozialdrama "Eins, zwei, drei, Sonne", in dem die Schauspielerin mit Marcello Mastroianni, Jean-Pierre Marielle, Claude Brasseur und Olivier Martinez vor der Kamera stand.

Auch mit dem Drama "Bad Boy" sorgte Anouk Grinberg für Aufsehen. Der verdiente Lohn: der Preis als beste Hauptdarstellerin beim Thessaloniki Film Festival 1995. Ausgezeichnet war auch ihr Aufritt in dem in Cannes prämierten Drama "Das Leben: Eine Lüge", in dem sie an der Seite von Mathieu Kassovitz vor der Kamera stand, der einen Hochstapler nach dem Zweiten Weltkrieg verkörperte. Allein in den Neunzigerjahren erhielt sie drei Nominierungen für den begehrten französischen Filmpreis César.

In der Tragikkomödie "Die Freundin der Friseuse" ("Die Freundin der Friseuse") von Regisseurin Patricia Plattner machte Anouk Grinberg 2001 auf sich aufmerksam: Sie überzeugte in der Rolle einer verzweifelten Frau, die einen Neuanfang wagt. In dieser warmherzigen Geschichte, die wie ein Fernsehspiel inszeniert ist, ist die Schauspielerin an der Seite von Bernadette Lafont zu sehen. 2007 schließlich übernahm Anouk Grinberg in der gefeierten Familiensaga "Der Sturm zieht auf" von Nina Companeez eine der weiblichen Hauptrollen. Die dreiteilige Chronik zeigt das Leben der russisch-jüdischen Familie Schneider im Räderwerk der Geschichte.

Mittlerweile hat Anouk Grinberg in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen sowie Theaterstücken mitgespielt. Ihr vielseitiges Talent - sie spielt in Dramen, genauso wie in Komödien, Krimis und Actionfilmen mit - hat sie anscheint von ihrem Vater, dem Dramatiker Michael Vinaver, geerbt. Bereits 1976 wurde die Schauspielerin entdeckt. Da spielte sie als 13-Jährige in der Theaterinszenierung "Remagen" nach Anna Seghers. Im selben Jahr gab sie schließlich auch mit dem Film "Mon cœur est rouge" ihr Leinwanddebüt.

Weitere Filme mit Anouk Grinberg: "Nächtliche Ruhestörung" (1979), "Das Geistertal", "Les fortifs", "L'heure Simenon", " Le Rapport du gendarme", "Last Song" (alle 1987), "Embrasse-moi", "Das Winterkind" (beide 1989), "La fille du magicien", "Les matins chagrins" (1990), "Août", "Ich hör' nicht mehr die Gitarre", "Dem Leben sei Dank" (alle 1991), "Le temps et la chambre (1992), "Jules et Jim" (1995), "Das Leben - Eine Lüge" (1996), "Disparus" (1998), "Vacanza a Cirò", "Giacomo Casanova - Sein Leben, sein Werk" (beide 1999), "Denti" (2000), "Entre chiens et loups" (2002), "Les enquêtes d'Éloïse Rome", "Le protecteur", "Das Geheimnis der Frösche", "Marylin et ses enfants", "Une preuve d'amour" (alle 2003), "Nuit noire", "Une vie à t'attendre" (beide 2004), "Ma meilleure amie" (2005), "Les fragments d'Antonin", "Le procès de Bobigny", "Le fil rouge" (alle 2006), "Kaamelott" (Serie, 2007-2009), "Le rachaï", "Les fausses confidences" , "Camus (alle 2010).

Foto: Neue Visionen
Text: Julia Bauer


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