Helen Shaver

Lesermeinung
Geboren
24.02.1952 in St. Thomas, Ontario, Kanada
Alter
69 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Sie ist kühl, blond und schön. Spätestens 1983, als sie in Sam Peckinpahs letztem Film "Das Osterman Weekend" an der Seite von Burt Lancaster, John Hurt und Rutger Hauer auftritt, spürt man ihre schauspielerische Präsenz. Und drei Jahre später ist ihre Janelle, die Freundin von Fast Eddie Felson in Martin Scorseses "Die Farbe des Geldes" (1986) faszinierend. "Sie erscheint im Film, um ein Licht auf einen bestimmten Aspekt im Charakter von Fast Eddie zu werfen" erklärt Helen Shaver, "sie entlockt ihm eine Art Menschlichkeit, Liebenswürdigkeit, Sexualität und Humor - Qualiltäten die er normalerweise versucht, zu unterdrücken. Janelle nimmt sich selbst nicht so ganz ernst. Obwohl sie nicht übermäßig gebildet ist, ist sie eine smarte Lady, die weiß, wo es langgeht."

Geboren und aufgewachsen als fünfte von sechs Töchtern in St. Thomas, Ontario/Kanada, entwickelt Helen Shaver bereits in ihrer Schulzeit Interesse für die Schauspielerei. Sie setzte ihre Studien an der Banff School of Fine Arts in Alberta fort und beginnt mit kleinen Theater-Engagements. Helen etabliert sich in Kanada bald auch bei Film, Fernsehen und Radio. Für ihre Rolle in "Hast Du den Wind gesehen?" (1977) wird sie als beste Nebendarstellerin für einen Genie Award (Kanadischer Oscar) nominiert und erhält den Preis dann als beste Schauspielerin in dem Film "Lust auf Liebe" (1978) als Partnerin von Tom Berenger und Karen Black. Und beim Filmfestival in Locarno gewinnt sie 1986 den Bronzenen Leoparden für ihre Darstellung in Donna Deitchs "Desert Hearts".

Ihre Arbeit teilt sie sich bald zwischen Kanada und den USA auf, und in Los Angeles lebt sie seit 1978. Dort tritt sie in Filmen wie "Amityville Horror" von Stuart Rosenberg (1979), "Angriff ist die beste Verteidgung" (1983) von Willard Huyck an der Seite von Dudley Moore und Eddie Murphy auf. 1980 spielt sie neben Beau Bridges in Larry Gelbarts viel diskutierter NBC-TV-Serie "United States". Die beiden agieren als junges Mittelklasse-Paar in einem Los Angeles-Vorort. Es geht um Probleme von Hochzeit und Scheidung, um Tod und Sterben sowie um Sexualität. Die Serie hält sich nur zwei Monate. In der ebenfalls kurzlebigen CBS-Serie "Jessica Novak" ist sie die Titelfigur, eine Fernsehreporterin und in der auch bei uns erfolgreichen Serie "Polizeirevier Hill Street" sieht man sie als Freundin von Officer Andy Renko, gespielt von Charles Haid.

1984 gehört Helen Shaver zur Erst-Besetzung von "Tamara", einer innovativen Theater-Produktion, die allein sechs Los Angeles Drama Desk Awards gewinnt. Sie spielt die Hauptrollen in drei kanadischen Filmen: "Der Herrscher des Central Parks" (1985), in "Phillip Marlow, Privatdetektiv" und in "Lost" (1995), der authentischen Geschichte dreier Schiffbrüchiger, die 74 Tage lang im offenen Meer überlebten.

Weitere Filme mit Helen Shaver: "Ausgeflippt", "Die Invasion der Raumschiffe" (beide 1977), "Trucker" (1978),"Harry Tracy - Der letzte Desperado" (1981), "Verschollen auf hoher See" (1985), "Pay Day - Zahltag" (1986), "Das Ritual" (1987), "Columbo - Ruhe sanft, Mrs. Columbo", "Mütter, Töchter und Liebhaber", "Zwei Asse schlagen zu" (alle 1989), "Heißes Eis", "Sexy Sheryl - Ein heißer Sommer", neben Juliette Lewis und C. Thomas Howell in "Zauber eines Sommers" (alle 1992), an der Seite von Donald Sutherland und Helen Mirren in "Dr. Bethune", "Das Rennen ihres Lebens", "Hetzjagd durch die Hölle", "Im Zweifel für den Angeklagten", "Morgen früh, so Gott will" (alle 1993), "Alptraum hinter verschlossenen Türen", "Bad Boys Never Die", "Inspektor Janek und der Broadwaymörder", "Wenn Eltern ihre Tochter verraten" (alle 1994), "Born To Be Wild - Gorilla auf der Flucht", "Ihr Leben in seinen Händen", "Tremors II" (alle 1995), "Der Hexenclub", "Poltergeist - Die unheimliche Macht" (beide 1996), "Das schönste Geschenk" (1997), "Das Ende des Sommers" (1998), "Der Wunschbaum" (1999), "Common Ground", "We All Fall Down" (beide 2000), "The Risen", "In seiner Gewalt", "Sniper - Der Heckenschütze" (alle 2003), "The L Word - Wenn Frauen Frauen lieben", "4400 - Die Rückkehrer" (alle 2004), "Numb" (2007).

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