Robby Müller

Robert Müller
Lesermeinung
Geboren
04.04.1940 in Amsterdam, Niederlande
Alter
82 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Robby Müller ist ein Kameramann, der - wie Michael Ballhaus - jedem seiner Filme den persönlichen Stil mitgibt, wobei er stilistisch keineswegs festgelegt ist. Ihm liegt das Roadmovie wie "Alice in den Städten" und "Paris, Texas" von Wim Wenders ebenso wie die Bewegung im geschlossenen Raum, etwa bei Peter Steins "Der Klassenfeind" und meisterhaft ist er schließlich, wenn er in Sally Potters "Tango Lessons" (1996) Tanzbewegungen, Gesichter von Menschen, Gesten und Gegenstände zu einem wunderschönen Rhythmus verbindet.

Als "Hauskameramann" von Hans W. Geissendörfer und Wim Wenders hat Müller 1968 nach seiner Ausbildung an der Niederländischen Filmakademie in Amsterdam angefangen. "Summer in the City" (1970) und "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1971), beide von Wenders sind seine ersten Filme. 1973 folgen Geissendörfers subtiler Horrorfilm "Jonathan" und Wenders' Hawthrone-Verfilmung "Der scharlachrote Buchstabe" (1972).

Filme wie "Falsche Bewegung" (1975), (1975) und "Im Laufe der Zeit" (1976) zeugen für Müllers Kunst. Dann kommt 1979 das Angebot von Peter Bogdanovich "Saint Jack" zu drehen - und das wird ein wunderbarer Film. Bogdanovich holt ihn 1981 für "Sie haben alle gelacht" (1981) wieder. Dann dreht Müller für William Friedkin "Leben und Sterben in L.A." (1985) und schließlich entdeckt auch Jim Jarmush sein Talent. Für den Independent-Filmer dreht Robby Müller "Down By Law", "Mystery Train" und "Dead Man" (1995).

Er photographiert für Peter Handke "Die linkshändige Frau", für Barbet Schroeder "Barfly" (1987), für Lars von Trier "Breaking the Waves" und für Sarah Driver "Wenn Schweine fliegen" (1993). Robby Müller erhält 1975 zum ersten Mal den Bundesfilmpreis für "Falsche Bewegung" und 1983 zum zweiten Mal für "Der Klassenfeind". 1984 wird er für sein bisheriges Werk mit dem "Deutschen Kamerapreis" auf der Photokina in Köln ausgezeichnet. Für "Paris, Texas" erhält er den Bayrischen Filmpreis und 1988 ist er Mitglied der Jury in Cannes.

Weitere Filme, die von Robby Müller fotografiert wurden: "Die Wildente" (1976), Wenders' "Der amerikanische Freund" (1977), "Zwei Profis steigen aus" (1978), "Die Spieler" (1983), Alex Cox' "Repoman" (1984), Schlesingers "Das Ritual" (1987) und Andrzej Wajdas "Korczak" (1989), Wenders' "Bis ans Ende der Welt" (1991) und "Jenseits der Wolken" (1994), "Sein Name ist Mad Dog" (1993), "Ghost Dog" (1999), "Dancer In The Dark" (2000), "Mein Bruder Tom" (2001), "24 Hour Party People" (2002), "Poem", "Coffee and Cigarettes" (beide 2003).

Außerdem die niederländischen Filme: "Mysteries" (1978), "Zur Untersuchung" (1979), "De Domeinen Ditvoorst" (1993) und "Hoogste Tijd" (1995).

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