Hans W. Geißendörfer

Regisseur, Autor, Produzent: Hans Werner Geißendörfer Vergrößern
Regisseur, Autor, Produzent: Hans Werner Geißendörfer
Hans W. Geißendörfer
Geboren: 06.04.1941 in Augsburg, Deutschland

Nach dem Germanistikstudium reist der Augsburger Pfarrerssohn mit der 8-mm-Kamera durch Asien und Afrika und dreht erste Dokumentar- und Undergroundfilme. Sein fürs Fernsehen produzierter Debütfilm "Der Fall der Lena Christ" (1968) demonstriert seine Begabung für die Regie, die er in seinem zweiten Film, dem beachtlichen, aber dank des Verleihs wenig beachteten Vampirfilm "Jonathan" 1969 bestätigt. Sein interessanter Versuch, einen deutschen Horrorfilm zwischen Kunst und Trivialkino anzusiedeln, wurde vom Verleih arg verstümmelt.

In den folgenden Filmen bemüht sich Geißendörfer verstärkt um ein nationales Volkskino. Sein Geschick in der Auswahl und im Einsatz seiner Darsteller und sein sensibler Inszenierungsstil wurden jedoch häufig durch die zunehmende Schwäche der Drehbücher untergraben. Das gilt für den intellektuellen Kriminalfilm "Eine Rose für Jane" (1970) und für den maniriert originellen Western "Carlos" nach Schillers Trauerspiel (1971). Die psychologisch interessante Geschichte "Marie" (1972), das Porträt einer 17jährigen und "Eltern" (1973), die Darstellung einer Ausbeutung überzeugten nicht mehr.

Geißendörfers erneutes Bemühen um einen neuen und anderen deutschen Heimatfilm mit der Anzengruber-Verfilmung "Sternsteinhof" (1976), für die er einen Bundesfilmpreis erhielt und "Die Wildente" (1976) nach Ibsen blieb mehr bemüht als wirkungsvoll. Immerhin aber bewies Geißendörfer auch hier, wie in der Patricia-Highsmith-Verfilmung "Die gläserne Zelle" (1977) sein sicheres, vielseitiges und routiniertes Regietalent. Für diesen Film, der für einen Oscar nominiert war, fand Geißendörfer einen angemessenen Stoff für seine Arbeitsweise. Durch diesen Film wird er international bekannt.

1978/79 entsteht die aufwändige Fernsehserie "Theodor Chindler", bevor er sich an die schier unlösbare Aufgabe machte, Thomas Manns "Der Zauberberg" fürs Kino und Fernsehen umzusetzen. Das 1982 erschienene Resultat besticht durch Werktreue und erfolgreiches Bemühen um eine authentische Atmopshäre, ohne aber die Zweifler wirklich zu widerlegen. Schließlich hat "Der Zauberberg" auch die Grenzen der Möglichkeit einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Produktion und Macher gezeigt: Die kurze Kinofassung war nicht Geißendörfers Werk, die Fernsehversion war ungleich dichter und überzeugender.

Nach einer weiteren Patricia-Highsmith-Verfilmung ("Ediths Tagebuch",1983) wendet sich Geißendörfer vom Kino ab und produziert und realisiert mit voller Kraft seine "Lindenstraße", eines der längsten und erfolgreichsten Unternehmen des deutschen Fernsehens. Zum Kino kehrt er nur noch sporadisch zurück, mit dem erstaunlich leicht lockeren "Bumerang, Bumerang" (1989), dem hintergründigen Gesellschafts-Krimi "Justiz" (1993), dem ermüdendem Drama "Schneeland" und mit "In der Welt habt ihr Angst" (2010).

Foto: WDR/Thomas Kost


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