Wim Wenders

Repräsentant des deutschen Autorenfilms: Wim Wenders. Vergrößern
Repräsentant des deutschen Autorenfilms: Wim Wenders.
Fotoquelle: Rene Teichmann/shutterstock.com
Ernst Wilhelm Wenders
Geboren: 14.08.1945 in Düsseldorf, Deutschland
Sternzeichen: Löwe

Wim Wenders ist ein Repräsentant des deutschen Autorenfilms, dem die Kunst (scheinbar) über alles geht und der Erfolg beim Publikum (scheinbar) wenig bedeutet. Tatsächlich ist Wenders ein zuweilen genialer, aber auch oft gescheiterter Experimentator mit Filmstilen und Genres. Nach dem Abitur in Oberhausen studierte Arztsohn Wenders vier Semester Medizin und Philosophie in München, Freiburg und Düsseldorf. 1966/67 dreht er seinen ersten eigenen Kurzfilm "Schauplätze". Es folgte ein einjähriger Aufenthalt in Paris, bis Wenders 1967 ein Studium an der neugegründeten Hochschule für Fernsehen und Film in München (HFFM) begann. Während des Filmstudiums entstanden mehrere Kurzfilme; als Abschlussarbeit legte Wenders 1971 seinen ersten abendfüllenden Film "Summer in the City" vor, dem ein Jahr später der ungewöhnliche "Die Angst des Torwarts beim Elfmeter" folgte, der in Venedig auf Anhieb mit dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet wurde. 1972 versuchte er sich an einem Historienfilm: "Der scharlachrote Buchstabe" mit Senta Berger.

Nach seinem künstlerischen Durchbruch mit "Alice in den Städten" (1973) folgten Roadmovies wie das Meisterwerk "Im Lauf der Zeit" (1976). Schon seinerzeit war der Umgang mit der Zeit und die Reflektion über das Bildermachen ein Kennzeichen seiner Arbeit. Der Film wurde ein Welterfolg und die beiden Hauptdarsteller Rüdiger Vogler und Hanns Zischler gehörten fortan zu den wichtigen Akteuren des Neuen deutschen Films. Der Thriller "Der amerikanische Freund" bescherte Wenders schließlich 1976 auch den internationalen Durchbruch. Zu einem besonderen Frusterlebnis wurde dagegen seine erste US-Regiearbeit, eine versuchte Hommage an den amerikanischen Krimiautor Dashiell Samuel Hammett: Der Film "Hammett" konnte 1983 erst nach jahrelanger Verspätung herausgebracht werden und unterschied sich im Ergebnis (für das in der Hauptsache Francis Ford Coppola zuständig war) stark von Wenders' Absichten. Diese Erfahrung verarbeitete der Regisseur im Jahr darauf in der in Portugal gedrehten Milieustudie "Der Stand der Dinge", die mit dem Goldenen Löwen in Venedig ausgezeichnet wurde.

Ein großer Publikumserfolg war schließlich 1984 das Roadmovie "Paris, Texas" it Nastassja Kinski und Harry Dean Stanton, das zudem mit der Goldene Palme in Cannes prämiert wurde und Wenders gewann die Auszeichnung als bester Regisseur der British Academy of Film And Television Arts. 1986 entstand das ambitionierte Filmmärchen "Der Himmel über Berlin" (1986), das er 1993 mit "In weiter Ferne, so nah!" (mit Otto Sander und Bruno Ganz) fortsetzte. Wenders, der für Film und Theater oft mit Peter Handke zusammenarbeitet, zeichnete aber auch für eine Menge filmisch überambitionierter und philosophisch überfrachteter Langeweiler verantwortlich. Ein weiterer kommerzieller Erfolg war sein Dokumentarfilm "Buena Vista Social Club" (1999), der auch für den Oscar nominiert wurde. Für "The Million Dollar Hotel" erhielt Wenders 2000 den Silbernen Bären in Berlin. Seit den Neunzigerjahren hat sich Wim Wenders auch als Photograph einen Namen gemacht. Bereits 1971 gründete Wenders mit zwölf weiteren Filmmachern den genossenschaftlichen Filmverlag der Autoren, der Produktion und Vertrieb neuer deutscher Filme fördern soll. 1989 wurde Wenders zum Ehrendoktor der Theologie der Sorbonne in Paris ernannt und er ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Zudem ist er Vorsitzender der European Film Academy und war 1993 Professor an der HFFM. 1990 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 1991 den Murnau-Preis.

Weitere Filme von und mit Wim Wenders: "Falsche Bewegung" (1975), "Nick's Film" (1977), "Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten" (Dokumentarfilm, 1988), "Bis ans Ende der Welt" (1991), "Lisbon Story" (1994), "Jenseits der Wolken" (1994, gemeinsam mit Michelangelo Antonioni) "Die Gebrüder Skladanowsky" (1995), "Am Ende der Gewalt" (1996), "Viel passiert - Der BAP-Film", "Ten Minutes Older - The Trumpet", "Narren" (Produzent), "The Soul of a Man" (2003), "Land of Plenty" (2004), "Don't Come Knocking" (2005), "Von einem der auszog - Wim Wenders' frühe Jahre" (2006), "Palermo Shooting" (2008), "Pina" (2011).


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