Einer der wichtigsten deutschen
Nachkriegsregisseure: Werner
Schroeter

Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter

KINOSTART: 07.04.2011 • Dokumentarfilm • Deutschland (2011) • 97 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter
Produktionsdatum
2011
Produktionsland
Deutschland
Filmstudio
Filmgalerie 451, ZDF, 3sat
Laufzeit
97 Minuten
Regie
Elfi Mikesch
Kamera
Elfi Mikesch

"Ich kenne keinen außer mir, der so verzweifelt konsequent einer wahrscheinlich, infantilen, dummdreisten Utopie von so etwas wie Liebe hinterherrennt“, urteilte einst Regisseur Rainer Werner Fassbinder über seinen Kollegen Werner Schroeter, der am 12. April 2010 im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung starb. Neben Fassbinder, Alexander Kluge, Werner Herzog und Wim Wenders gilt Schroeter als der wichtigsten Regisseure des neuen deutschen Films, der sich auch mit zahlreichen Theater- und Opernproduktionen einen Namen gemacht hat. 2008 wurde Schroeter bei den Filmfestspielen von Venedig für sein innovatives Gesamtwerk mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Schroeter hatte schon zwei Jahre zuvor von seiner Krebserkrankung erfahren, als er gerade in Düsseldorf an "Schönheit der Schatten", einer musikalischen Inszenierung zu Robert Schumann und Heinrich Heine, arbeitete. Zwischen Hoffnung und Bangen begann Werner Schroeter einen Wettlauf mit der Zeit ...

Die österreichische Regisseurin, Filmemacherin und Fotografin Elfi Mikesch arbeitete mit Werner Schroeter erstmals Anfang der Siebzigerjahre zusammen, als sie Maske und Kostüme für dessen Oscar_Wilde"-Verfilmung "Salome" (1971) übernahm. Später führte sie Kamera in Schroeter-Filmen wie "Malina" oder "Abfallprodukte der Liebe". Für "Mondo Lux" hat Mikesch Schroeter die letzten vier Jahre seines Lebens mit der Kamera begleitet, zeigt ihn bei Theaterproben, bei den Vorbereitungen zu einer Fotoausstellung und bei den Arbeiten zu seinem letzten Film "Diese Nacht". So entstand ein gelungene wie persönlich gefärbte Hommage an einen Künstler, der das Kino, die Oper und das Theater liebte.

Foto: Filmgalerie 451

Darsteller

Anne Ratte-Polle in einer Szene des Theaterstücks "Heiss" in Berlin.
Anne Ratte-Polle
Kann auch finstere Typen spielen: Heikko Deutschmann
Heikko Deutschmann
Sängerin und Schauspielerin Ingrid Caven
Ingrid Caven
Schönheit aus Frankreich: Isabelle Huppert.
Isabelle Huppert
Auch als Hörspiel-Sprecher schon längst eine feste Größe: Rufus Beck (hier bei der Einspielung des SWR Hörspiels "Ulysses").
Rufus Beck
Spielte schon mit Madonna: Udo Kier.
Udo Kier
Repräsentant des deutschen Autorenfilms: Wim Wenders.
Wim Wenders

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