Jane Campion

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Neuseelands erfolgreichste Regisseurin: Jane Campion
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com
Jane Campion
Geboren: 30.04.1954 in Waikanae, Neuseeland

Die stumme Ada kommt um 1850 mit ihrer kleinen Tochter Flora aus Schottland nach Neuseeland, wohin ihr Vater sie an einen Mann verheiratet hat, den sie überhaupt nicht kennt. Dieser weigert sich, ihr geliebtes Klavier mitzuschleppen, als er sie abholt. Sein halbwilder Nachbar erkennt dagegen, was das Instrument für Ada bedeutet, und nutzt das aus, um sich an die junge Frau heranzumachen.

Das vielfach preisgekrönte Drama "Das Piano" der neuseeländischen Regisseurin und Drehbuchautorin Jane Campion mit Holly Hunter, Harvey Keitel und Sam Neill erzählt mit überwältigenden Bildern ein Emanzipations- und Kostümdrama in viktorianischer Zeit und war 1992 ein weltweiter Kinoerfolg, besonders beim weiblichen Publikum. Mit Jane Campion erhielt erstmals in der Filmgeschichte eine Frau die Goldene Palme in Cannes. Außerdem wurde sie im gleichen Jahr für den Oscar als beste Regisseurin nominiert und gewann die Trophäe für das beste Drehbuch. Mit Oscars wurden auch Hauptdarstellerin Holly Hunter und Anna Paquin als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Doch der Reihe nach: Zunächst besuchte Jane Champion, die Tochter der Schriftstellerin und Schauspielerin Edith Campion und des Theater- und Operndirektors Richard Campion, die Victoria Universität in Neuseelands Hauptstadt Wellington. 1975 schloss sie ihr Studium der Anthropologie mit dem Magister Artium ab. Danach folgte ein Studium am Sydney College of the Arts, das sie 1979 ebenfalls mit dem Magister Artium beendete. Ihre Filmkarriere nahm sie in den frühen Achtzigerjahren in Angriff, als sie in Sydney die Australische Schule für Film und Fernsehen absolvierte.

Bereits ihr erster Kurzfilm "Peel" (1982) gewann 1986 den Kurzfilm-Preis von Cannes. Danach folgten weitere preisgekrönte Kurzfilme wie "Leidenschaftslose Augenblicke" (1983), "A Girl's Own Story" (1984) und "Nach Büroschluss" (1985). Ihren Einstand im Fernsehen gab Jane Campion 1986 mit "Zwei gute Freundinnen". 1989 dann ihr erster Kinofilm: Das ebenfalls preisgekrönte Drama "Sweetie" erzählt die Geschichte einer fetten und vulgären jungen Frau, die eines Tages samt Liebhaber ins öde Eheleben ihrer introvertierten Schwester platzt.

Danach ging es Schlag auf Schlag. 1990 inszenierte Campion mit "Ein Engel an meiner Tafel" die Biographie der neuseeländischen Schriftstellerin Janet Frame. In einer kleinen Nebenrolle war war hier auch die Mutter der Regisseurin, Edith Campion, zu sehen. Auch dieser Film war bereits sehr erfolgreich und wurde bei den Filmfestspielen in Venedig neben dem Silbernen Löwen mit sechs weiteren Preisen ausgezeichnet und euphorisch gefeiert.

Nach dem Erfolg von "Das Piano" gelang Jane Campion drei Jahre später ein weiteres spektakuläres Werk: Mit "Das Porträt einer Lady" (1996) verfilmte die Regisseurin eine Henry-James-Geschichte mit Nicole Kidman und John Malkovich. Darin erzählt sie die tragische Entwicklung der Isabel Archer alias Nicole Kidman vom Lebens(Über)mut eines jungen freien Wesens in den Lebens-Überdruss einer in (Männer-)Fallen gefangenen Ehefrau.

1999 schließlich folgte die Satire "Holy Smoke" mit Kate Winslet, Harvey Keitel und Pam Grier. Auch hierfür schrieb Jane Campion wie bei vielen anderen ihrer Werke das Drehbuch selbst, wurde dabei aber von ihrer Schwester Anna, die ebenfalls als Regisseurin arbeitet, unterstützt. Nach einem eigenen Drehbuch entstanden 2003 auch der Thriller "In the Cut" und 2009 das Drama "Bright Star - Meine Liebe. Ewig". Jane Campion wohnt schon seit längerer Zeit im australischen Sydney und hat eine Tochter.


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