Eine Hommage an die Wiege des Rock-'n'-Roll und Blues in drei miteinander verwobenen Episoden. Fern von Yokohama: Ein japanisches Pärchen pilgert an den Wallfahrtsort des Rock-'n'-Roll, um seinem Idol Elvis nahe zu sein und erlebt dabei ein turbulentes Wochenende. Inklusive einem Schuss, dem sie keine Bedeutung zumessen. Ein Geist: Luisa & Dee Dee, zwei "Hardcore"-Elvis-Fans, teilen ein Hotelzimmer im Hotel "Arcade" in Memphis und haben eine Vision: Der "King" erscheint ihnen wahrhaftig. Verloren im All: Drei Loser saufen sich fast um den Verstand und als der Barkeeper ausfallend wird, erschießt ihn das Trio. Sie flüchten ins Hotel "Arcade", streiten sich dort und wieder fällt ein Schuss ...

Das ganze Leben ist ein einziger banaler Zufall - so, oder so ähnlich ist Jim Jarmuschs Vision unseres Daseins. Und das versucht er in "Mystery Train" durch scheinbar belanglose Nebensächlichkeiten, die sich "ganz zufällig" zu einem Ganzen vereinen, rüberzubringen. Auch wenn "Mystery Train" ein wenig konstruierter wirkt als Jarmuschs geniale Vorgängerwerke ("Down By Law", "Stranger than Paradise"), schafft er es, den Zuschauer mit seiner stillen Magie der Erzählung in den Bann zu ziehen. Unterstützt wird er dabei vom ewig präsenten Elvis und der schräg-schaurigen Filmmusik von Pop-Exzentriker John Lurie. Ein Pflichtfilm für Jarmusch- und Elvis-Freaks.

Foto: Kinowelt