Michael Radford

Lesermeinung
Geboren
14.02.1946 in Neu Dehli, Indien
Alter
76 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Zwei Filme machten den Regisseur Michael Radford berühmt: "1984" (1984), die Verfilmung des berühmten Romans von George Orwell, und "Die letzten Tage in Kenya" (1987) nach James Fox' Bestseller "White Mischief", die Geschichte einer versnobten Adelsgesellschaft im kolonialen Kenia. Von Vorteil war bei letzterem Werk, dass Michael Radford das Leben in den Kolonien aus eigener Erfahrung kannte, wurde er doch als Sohn eines schottischen Vaters und einer österreichischen Mutter in Indien geboren, und wuchs später auf Zypern und in Ägypten auf.

Nach dem Studium in Oxford wurde er kurzzeitig Schauspieler, wandte sich aber nach neun Monaten dem "richtigen" Leben zu: Er wurde Berufsschullehrer in Edinburgh. Dort ereilte ihn sein Schicksal: Er drehte Amateurfilme mit seiner Klasse und blieb beim Film hängen. 1971 wurde er als einer von 25 Studenten in die Anfangsklasse der neuen britischen "National Film School" aufgenommen. Drei Jahre später machte er seinen Abschluß und wurde freiberuflicher Regisseur, wobei er sich zunächst Musikdokumentationen widmete.

1979 gewann er den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Festival in Nyon für "The Madonna and the Volcano", im Jahr darauf den Scotish Academy Award für "The White Bird Passes". Radfords erster Spielfilm entstand 1982 - mit Simon Perry als Produzenten: "Another time, another place". Die Zweite-Weltkriegs-Liebesgeschichte lief 1983 in Cannes und gewann den Preis als bester Film, für den besten Schauspieler und die beste Schauspielerin beim Festival von Taormina. Äußerst erfolgreich war auch Refords nostalgisches Drama "Der Postmann" (1995) mit Philippe Noiret, gleichzeitig der letzte Film des italienischen Komödianten Massimo Troisi, der einen Tag nach dem Ende der Dreharbeiten im Alter von nur 41 Jahren im Schlaf starb. Die Geschichte eineraußergewöhnlichen Männerfreundschaft nach der semi-autobiographischen Geschichte des chilenischen Autors Antonio Skarmeta wurde für insgesamt fünf Oscars nominiert

Danach arbeitete Radford an verschiedenen Projekten, etwa an die Mick-Jagger-Produktion "Tania", die Geschichte der Romanze der DDR-Spionin Tania Burke mit dem berühmten Revolutionär Ché Guevara, "The Swedish Cavalier". 1997 entstand "B. Monkey", eine Mischung aus Liebesgeschichte und Thriller mit Asia Argento und 2004 setzte er "Der Kaufmann von Venedig" mit Starbesetzung in Szene. Und ein stimmungsvolles und bedächtig in Szene gesetztes Zeitbild war "Flawless - Ein tadelloses Verbrechen" (2006).

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