Fluch der Karibik
Spielfilm, Abenteuerfilm • 15.01.2021 • 20:15 - 23:05
Lesermeinung
prisma-Redaktion
"Fluch der Karibik" (von links: Keira Knightley, Orlando Bloom, Johnny Depp und Geoffrey Rush) spielte weltweit mehr als 600 Millionen Dollar ein. ProSieben wiederholt den ersten Teil der Piraten-Reihe.
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Was für ein Typ: Johnny Depp begründete mit "Fluch der Karibik" nicht nur einen neuen Piratenhype, er nuschelte sich auch in tausende Frauenherzen.
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Zwei Männer, die ihren Lieben nachsegeln: Captain Jack Sparrow (Johnny Depp, links) verfolgt sein Schiff, Will Turner (Orlando Bloom) sein Mädchen.
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Dumm gelaufen: Der Schatz, den Captain Barbossa (Geoffrey Rush) und seine Mannschaft stahlen, war verflucht.
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Die damals 17-jährige Keira Knightley hatte ihre erste große Rolle auf dem verfluchten Piratenschiff von Captain Barbossa (Geoffrey Rush).
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Auf der Mannschaft und seinem Captain Barbossa (Geoffrey Rush, Mitte) liegt ein grausamer Fluch. Sie hoffen auf Heilung.
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Dort, wo Freiheit, Abenteuer und Lebenslust in der Luft liegen, fühlt sich der verwegene und charmante Haudegen Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) zu Hause.
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Der große Traum: Johnny Depp segelt als Captain Jack Sparrow in die unendliche Freiheit der sieben Weltmeere.
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Johnny Depp (links) und Orlando Bloom eroberten erst die Damenwelt und dann die Kinokassen.
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Originaltitel
Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2003
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Do., 04. September 2003
DVD-Start
Do., 29. Januar 2004
Spielfilm, Abenteuerfilm

Piraten auf der Erfolgswelle

Von Jasmin Herzog

Ein Stück Filmgeschichte, das auch heute noch höchsten Unterhaltungswert hat: Mit Johnny Depps sehenswert schräger Interpretation eines Freibeuters belebte der parodistische Piratenfilm "Fluch der Karibik" (2003) ein problematisches Genre neu.

Die Stars der goldenen Zeiten der Piratenfilme von Errol Flynn bis Burt Lancaster verabschiedeten sich Ende der 50er-Jahre. In den 70-ern galten die Freibeuter als Kassengift. Reanimierungen wie "Die Piratenbraut" (1995) erlitten Schiffbruch. Dann aber kam "Fluch der Karibik", und plötzlich verfiel die Welt dem Piratenhype. Weit über 600 Millionen Dollar spielte der Abenteuerfilm von 2003 ein, die Fortsetzungen konnten dies noch toppen. ProSieben nimmt den ersten Teil der scheinbar nie enden wollenden Saga nun erneut ins Programm auf: Ein Abenteuer, das auch im Corona-Winter 2021 größten Unterhaltungswert hat.

"Neue Piraten braucht das Land", dachte sich das Team um Jerry Bruckheimer und ließ Johnny Depp mit Captain Jack Sparrow eine Figur erschaffen, wie sie das Genre noch nie gesehen hat. Sparrow sieht aus wie ein Hippie-Penner und spricht mit einer Mimik und Betonung, als ob er sich nie von einem Schlag mit dem Großsegel auf den Hinterkopf erholt hätte. Er wirkt leicht tuntig, ist bemitleidenswert und abgebrüht zugleich. Er verkörpert den besten und schlechtesten Piraten in einer Person. Mit Erfolg: Nicht weniger als 652 Millionen Dollar spielte "Fluch der Karibik" weltweit ein. Nicht zuletzt dank Johnny Depp, der sogar für einen Oscar nominiert wurde.

Johnny Depp ist mutig genug, einen Charakter zwischen den Extremen zu entwerfen und hält ihn bis zum Ende überzeugend durch. Trotz seiner Extravaganz steht er als Held für positive Anarchie und für das Recht eines Mannes, auf alle Gesetze zu pfeifen und nach den eigenen Regeln zu leben, ganz nach dem romantischen Piratenmythos eben, allerdings cartoonhaft interpretiert.

"Fluch der Karibik" fährt alle Genrestandards auf

Ganz anders treten seine Gegenspieler auf, ebenfalls Piraten. Captain Barbossa (Geoffrey Rush) und seine verfluchte Crew haben nichts Attraktives mehr. Das merkt auch schnell die von der Geistercrew bei einem Überfall von Port Royal entführte Tochter des Gouverneurs, Elizabeth (Keira Knightley, die beim Dreh 17 Jahre alt war). Doch Rettung naht, schließlich haben ihr Freund aus Kindertagen, Will Turner (Orlando Bloom), und Captain Jack Sparrow die Verfolgung aufgenommen. Sparrow jagt dabei der Black Pearl nach, einem Schiff, das einst ihm gehörte und auf dem Barbossa jetzt segelt. Turner geht es dagegen um seine verlorene große Liebe. Mit dem schnellsten Schiff der britischen Flotte – natürlich gekapert – und einer zusammengewürfelten Mannschaft wollen sie den Piraten das Handwerk legen.

Seegefechte, Prügeleien, fliegende Kanonenkugeln, Schwertkämpfe, einsame Inseln und Fässer voll Rum – "Fluch der Karibik" fährt alle Genrestandards auf und bietet mit den Zombie-Piraten einen interessanten Neuzugang. Atemberaubend sind die Szenen, in denen die Personen abwechselnd im Mondlicht ihre wahre Gestalt zeigen. Ansonsten geht Regisseur Gore Verbinski mit aus dem Computer stammenden Effekten sehr sparsam um. Allerdings haben die ausführlichen und technisch brillanten Kämpfe mit den Skeletten einen Nachteil – wenn jemand nicht besiegt werden kann, fehlt Spannung. Überhaupt geht dem Film gegen Ende die Luft aus, die Auflösung wird zu lange hinausgezögert, und Captain Jack, der erklärte Superstar von "Fluch der Karibik", hatte schon seine besten Szenen.

Noch keine Ende in Sicht

Mit "Fluch der Karibik" startete 2003 eine Saga, deren Ende immer noch nicht abzusehen ist. 2006 folgte die Fortsetzung "Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2", die mit einem Einspielergebnis von weltweit 1,066 Milliarden Dollar auf dem 35. Platz der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten landete. Der dritte Film "Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt" (2007), den ProSieben am Freitag, 22. Januar, 20.15 Uhr, zeigt, brachte 961 Millionen Dollar ein, der Nachfolger "Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten" (2011) platzierte sich mit 1,045 Milliarden Dollar drei Plätze hinter dem zweiten Film.

Nachdem 2017 "Pirates of the Caribbean: Salazars Rache" in die Kinos kam, ist nun von einem sechsten Teil die Rede. Während die Kollegen Orlando Bloom und Keira Knightley bereits im vierten Film nicht mehr zu sehen waren, blieb Johnny Depp als Captain Jack Sparrow dem Franchise bisher erhalten. Im sechsten Teil der Reihe, bei dem es sich möglicherweise um ein Reboot handelt, soll er allerdings nicht mehr zu sehen sein.

Fluch der Karibik – Fr. 15.01. – ProSieben: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Der Trailer zu "Fluch der Karibik"

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