Hannah Arendt
24.01.2018 • 23:00 - 00:45 Uhr
Spielfilm, Biografie
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prisma-Redaktion
Während des Prozesses gegen Adolf Eichmann entwickelt Hannah Arendt (Barbara Sukowa) eine radikale These: Sie sieht in dem Massenmörder einen Beamten, der die Judenvernichtung mitleidslos wie eine ihm auferlegten Pflicht erfüllte.
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Hannah Arendt ist aus Nazideutschland geflohen und lebt mit ihrem Mann Heinrich (Axel Milberg) schon seit zwanzig Jahren im amerikanischen Exil.
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In einer Artikelserie charakterisiert Hannah Arendt (Barbara Sukowa) Adolf Eichmann, den Hauptverantwortlichen für die "Endlösung" der Juden in Europa, als mediokren Schreibtischtäter. Die Philosophin wird dafür heftig kritisiert.
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Die jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) verfolgt 1961 den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. In einer Artikelserie charakterisiert sie den Hauptverantwortlichen für die "Endlösung" der Juden in Europa als mediokren Schreibtischtäter und löst damit ungeahnte Proteststürme aus.
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Hannah Arendt (Barbara Sukowa, li.) reist 1961 nach Jerusalem, um den Prozess gegen Adolf Eichmann zu verfolgen.
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Hint
Foto, Audiodeskription
Originaltitel
Hannah Arendt
Produktionsland
Deutschland / Frankreich / Israel / Luxemburg
Produktionsdatum
2012
Kinostart
Do., 10. Januar 2013
DVD-Start
Do., 10. Oktober 2013
Spielfilm, Biografie

Hannah Arendt

Hannah Arendt ist aus Nazideutschland geflohen und lebt mit ihrem Mann Heinrich schon seit 20 Jahren im amerikanischen Exil. Ihre New Yorker Wohnung ist Treffpunkt immigrierter jüdischer Intellektueller, die sich um die Aufarbeitung der Shoa bemühen. Die überraschende Nachricht von der Ergreifung des NS-Kriegsverbrechers Adolf Eichmann elektrisiert die Totalitarismusforscherin, die schon mehrfach über den deutschen Faschismus publiziert hat.

Im Auftrag der Zeitung "The New Yorker" reist sie nach Jerusalem, um über den Prozess zu berichten. Im Gerichtssaal erwartet sie, ein Monster anzutreffen, und ist zunächst irritiert. Die Mittelmäßigkeit des Bürokraten, der keine Reue zeigt, passt scheinbar gar nicht zur unvorstellbaren Grausamkeit seiner Taten. Sie sieht in dem Massenmörder einen Beamten, der die Ermordung der Juden mitleidslos wie eine ihm auferlegte Pflicht erfüllte.

Im Februar 1963 erscheint ihre Artikelserie, deren provozierende These von der "Banalität des Bösen" für weltweite Empörung sorgt. Trotz einer beispiellosen Hetzkampagne verteidigt die Denkerin ihre Interpretation, wonach ganz normale Menschen zu Gräueltaten unvorstellbaren Ausmaßes fähig sind. Der Vorwurf, sie würde einen der Hauptverantwortlichen für den Holocaust verteidigen, führt zum Bruch mit nahen Freunden wie Hans Jonas und Kurt Blumenfeld.

Der Trailer zu "Hannah Arendt"

Darsteller

Barbara Sukowa
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