Es gibt nicht viel, was ein junger Mann aus der Arbeiterklasse in Lowell, Massachusetts, erreichen kann. Micky Ward versucht es mit Boxen und wird dabei von seiner Mutter Alice und seinem älteren Halbbruder Dicky unterstützt.

Dicky war selbst einmal ein Boxer, ein Kampf mit Box-Legende Sugar Ray Leonard verschaffte ihm sogar nationale Berühmtheit. Doch inzwischen ist Dicky drogenabhängig und für Micky keine große Hilfe. Im Gegenteil, die früheren Erfolge seines Halbbruders hindern ihn daran, selbst seinen Weg als Boxer zu finden. So verliert Micky die Kämpfe öfters, als dass er sie gewinnt.

Als Micky ein Angebot von einem bekannten Box-Manager erhält, sieht er seine Chance gekommen. Aber damit würde er sich mit seiner Familie überwerfen. Micky steht vor einer schweren Entscheidung.

Sieben Oscar-Nominierungen

"The Fighter" kann es hinsichtlich Qualität und Intensität durchaus aufnehmen mit so berühmten Boxerfilmen wie "Rocky" und "Raging Bull". Regisseur David O. Russell ("Silver Linings", "Joy") erzählt in einem fast dokumentarischen Stil ohne jegliches Pathos die Laufbahn des Boxers Micky Ward, der es trotz schwieriger familiärer und sozialer Verhältnisse bis zum Weltmeister schafft.

Micky Ward hat es übrigens tatsächlich gegeben, wie die Hauptfigur in Russells Film war er als "Fighter" bekannt, als nie aufgebender Kämpfer mit überdurchschnittlichen Nehmerfähigkeiten. Ganze sieben Mal war der Film für den Oscar nominiert, zweimal konnte er ihn gewinnen: Christian Bale wurde ausgezeichnet für seine Interpretation des Halbbruders Dicky, ebenso Melissa Leo in der Rolle von Mickys dominanter Mutter Alice. Mark Wahlberg ging zwar leer aus, dennoch ist seine Leistung als Box-"Fighter" Micky Ward bewundernswert.