TV-Archiv für alle

ARD stellt Nachrichten und Magazine vor 1966 bereit

Historiker, Journalisten und auch viele TV-Zuschauer dürfen sich freuen: Ab 27. Oktober 2020 stellt die ARD nicht-fiktionale Inhalte wie Nachrichtensendungen und politische Magazine aus der Zeit vor 1966 in seiner Mediathek bereit. Der gewählte Zeitpunkt habe rechtliche Gründe, erklärt die Rundfunkanstalt: Ab 1966 seien das Urheberrecht geändert und die Rechteklärung für das Onlinestellen von Archivinhalten erschwert worden. Der 27. Oktober ist der Unesco-Welttag des Audiovisuellen Erbes und wurde bewusst gewählt.

Die Videos werden in der Mediathek zeitlich unbegrenzt zur Verfügung stehen. Sie können verlinkt und in eigene Webseiten eingebunden werden. "Wir bringen Videos in die ARD-Mediathek, die bislang in unseren Archiven schlummern, ohne dass die Menschen im Land sie sehen können. Als ARD können wir so gemeinsam eine Art kollektives Gedächtnis schaffen und an die Geschichte Deutschlands mit ihren regionalen Schwerpunkten erinnern", erklärte der ARD-Vorsitzender Tom Buhrow. Nach und nach solle ein audiovisuelles Archiv nach dem Vorbild des SWR entstehen, der im Herbst 2019 mit SWR Retro an den Start ging.

Die Federführung für das gesamte Vorhaben in der ARD liegt beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Dessen Intendantin Patricia Schlesinger sagte: "Das Programm ist von der Gemeinschaft finanziert, sie sollte es so weit wie möglich nutzen können. Aufzeichnungen der öffentlich-rechtlichen Sender sind ein wesentlicher Bestandteil des audiovisuellen Erbes in Deutschland, es ist richtig, sie auf diesem Weg bereitzustellen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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