Verleihung ohne Gala

Überraschungen beim Deutschen Fernsehpreis: Wendlers "Sommerhaus" ausgezeichnet

von Maximilian Haase

Trotz Corona wurde auch in diesem Jahr der Deutsche Fernsehpreis verliehen – allerdings ohne Gala. Zu den Preisträgern gehört überraschenderweise auch "Das Sommerhaus der Stars". Zudem gab es einen Corona-Sonderpreis.

Auch ohne große Gala wollte man in diesem Jahr die Besten des hiesigen TV-Geschäfts ehren. Außergewöhnlich war die Vergabe des Deutschen Fernsehpreises in diesem sonderbaren Jahr nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie, sondern auch mit Blick auf so manche Preisträger. So erhielt "Das Sommerhaus der Stars" inklusive Michael Wendler und Laura Müller die Auszeichnung in der Kategorie "Beste Unterhaltung Reality". Zudem vergab die Jury eine Sonderehrung für gleich mehrere deutsche Fernsehsender gemeinsam: Die Sender ARD, ZDF, RTL, ProSieben, SAT.1, n-tv und ihre berichtenden Journalisten erhielten einen Preis für die Berichterstattung in der Corona-Krise. Sie hätten die Pandemie als Bewährungsprobe im Bereich Information "mit Bravour gemeistert", erklärte der Jury-Vorsitzende Wolf Bauer. Die Jury verstehe "diesen Sonderpreis ausdrücklich als Verpflichtung zu Qualitätsjournalismus im digitalen Medienzeitalter und als Ermutigung für verantwortungsbewusste Journalistinnen und Journalisten".

In den Hauptkategorien räumte vor allem die ZDF-Produktion "Preis der Freiheit" ab: Das Drama, das von der Wende in der DDR handelt, wurde als "Bester Mehrteiler" ausgezeichnet, die Hauptdarsteller Barbara Auer und Joachim Król als beste Schauspielerin respektive bester Schauspieler. Der "Beste Fernsehfilm" ging mit dem Drama "Bist du glücklich?" an die ARD, ebenso wie die beste Regie und das beste Buch an den Film "Eine harte Tour". Sky konnte mit "Der Pass" beim "Besten Drama" abstauben – und auch der Streamingdienst Netflix erhielt mit "How to Sell Drugs Online (Fast)" (Beste Comedy-Serie) und "Unorthodox" (Beste Ausstattung Fiktion) zwei Preise.

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Bei den nicht-fiktionalen Formaten setzte sich ProSieben mit "The Masked Singer" durch und gewann in den Kategorien "Beste Unterhaltung Show" sowie "Beste Ausstattung (Kostüm/Szenenbild) Unterhaltung". Die "heute-show" vom ZDF wurde als beste Comedy prämiert, das beste "Factual Entertainment" ging an VOX mit "Wir sind klein und ihr seid alt". Doch auch die ältere Garde ging nicht leer aus: Barbara Schöneberger, Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Thorsten Schorn erhielten für "Denn sie wissen nicht, was passiert! Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show" (RTL) den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung". In der Überkategorie Information konnte ebenfalls das ZDF punkten: Hier siegten unter anderem "Leschs Kosmos" (Infotainment) und Marietta Slomka für ihre Interviews im "heute journal" in der Kategorie "Beste Moderation".

Der diesjährige Förderpreis ging an Mai Thi Nguyen-Kim für "Quarks", ihren "Tagesthemen-Kommentar" und das "maiLab" beim ARD-Portal funk.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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