37°-Reportage

"Altes Handwerk, junge Meister": Die Gewinner in der Krise

von Andreas Schoettl

Und der alte Spruch stimmt doch: "Handwerk hat goldenen Boden". Das bestätigen junge Meister, die mit neuen Geschäftsideen auch in der Corona-Krise kaum wirtschaftliche Einbußen hinnehmen mussten. Ganz im Gegenteil!

ZDF
37° Altes Handwerk, junge Meister
Dokumentation • 28.07.2020 • 22:15 Uhr

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sollte das Handwerk in einer handfesten Krise stecken. So blieben allein im vergangenen Jahr 53.000 Lehrstellen unbesetzt. Einem Nachwuchs scheint es wichtiger, irgendetwas mit Medien, als sich die Hände schmutzig zu machen. So ist im Laufe der vergangenen 20 Jahre die Anzahl der Studierenden kontinuierlich nach oben geschossen. Übrig geblieben sind mitunter Georg Stinauer, Johanna Röh oder Jörg Foster.

Zum Glück für die Genannten. Dass sich die jungen Menschen mit Meisterbrief ganz bewusst jeweils für einen Ausbildungsberuf entschieden haben, zahlt sich heute aus. Ihr Handwerk, ob nun als Hufschmied, Tischlerin oder als Metzger steht auf goldenem Boden. Im Film von Enrico Demurray, der nun im Rahmen von "37°" im ZDF zu sehen ist, wird deutlich, dass den jungen Meistern auch die Corona-Pandemie nichts anhaben konnte. Ganz im Gegenteil.

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Der 32-jährige Foster beispielsweise betreibt in Berlin die Metzgerei Kumpel & Keule. Sein Laden mit 18 Angestellten brummt aufgrund seiner ausgefallenen Ideen und bester Fleischqualität schon länger. Corona, das andere Branchen in die Knie zwingt, brachte dem Metzgermeister sogar eine Umsatzsteigerung. "Um die 30 Prozent", sagt er. Als Begründung führt Foster an, dass die Menschen nun wieder mehr selbst kochen würden.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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