Nach der 50. Niederlage in Folge wird Rugby-Coach Arnie ermordet aufgefunden. Es ist die erste von vier neuen Folgen der zweiten Staffel von "Brokenwood - Mord in Neuseeland".

Es ist ein groteskes Bild, das sich den Spielern der Rugby-Mannschaft von Brokenwood bietet: Arnie Landstone (Phil Vaughan), ihr langjähriger Coach, lehnt nackt und gefesselt an einem Torpfosten. Sein Gesicht ist von einem aufgeschnittenen Rugbyei verdeckt. Erst gestern hatte er mit seiner berüchtigt schlechten Mannschaft die 50. Niederlage in Folge eingefahren. Nun ist Arnie tot. Doch wie kam es zu diesem grotesken Mord? Das versuchen Detective Mike Shepherd (Neill Rea) und seine Assistentin Kristin Sims (Fern Sutherland) in der ersten Folge der zweiten Staffel der neuseeländischen Krimireihe "Brokenwood – Mord in Neuseeland" herauszufinden. Das Erste zeigt die Episode "Tödliche Niederlage" am Sonntag, 1. März, ab 21.45 Uhr, erstmals im deutschen Free-TV. Die weiteren Folgen werden am Sonntag, 5. April, Samstag, 18. April, sowie Sonntag, 19. April, ebenfalls ab 21.45 Uhr ausgestrahlt.

Schon kurz nach dem Fund der Leiche ist die Todesursache klar: Der Coach ist an einem Damenslip erstickt, der in seinem Rachen steckte, darauf finden die Ermittler zwei gestickte Initialen: "G.G." Doch wer ist diese mysteriöse Dame? Um dies herauszufinden, hört sich Sims unter den Mannschaftskollegen um, zu denen auch Detective Constable Sam Breen (Nic Sampsom) gehört. Alle erzählen genau das Gleiche: Arnie sei ein schlechter Coach gewesen, dennoch habe man ihn gemocht. Als kurz darauf eine weitere Leiche im Wald gefunden wird, stehen die Ermittler vor einem Rätsel: Die 19-jährige Dena Clark (Julia Hyde) wurde fast zur selben Zeit wie Arnie ermordet. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Toten oder war Dena nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Und was verschweigt Barbara (Rebecca Swaney), die Ex-Frau des Opfers?

Als das Erste 2019 die erste Staffel der charmant-betulichen Krimireihe ausstrahlte, wurde diese in mehreren Kritiken mit der britischen Krimiserie "Inspektor Barnaby" verglichen. Tatsächlich zeigen sich auch in der zweiten Staffel Parallelen: Shepherd ist wie sein britischer Kollege ein wenig eigen. Beispielsweise schickt er den verdutzten Breen für Ermittlungen in eine Handarbeitsgruppe, ohne zu erklären, warum. Daneben liefert er sich mit Kollegen einen verbalen Schlagabtausch nach dem anderen. So auch mit der russischen Pathologin Gina Kadinsky (Cristina Serban Ionda): "In Russland sagt man, wenn man eine Zigarette an einer Kerze entzündet, passiert was Unschönes." – "Er ist kein Russe." – "Dann hat er was Schönes gemacht bis was Unschönes passierte", heißt es da etwa.

Abgesehen davon plätschert ein Großteil der Filmhandlung eher gemächlich dahin. Die bisweilen skurrilen bis grotesken Dialoge sind dabei eine willkommene Auflockerung. Gleiches gilt für die vereinzelten schwarzhumorigen Szenen des Drehbuchs von Tim Balme und Nick Ward, die Regisseur Mike Smith gekonnt und mit einem klaren Faibel für harte Schnitte inszeniert. Ein Beispiel ist der Running-Gag einer alten Lady, die täglich am Rand des Rugbyfelds sitzt und genüsslich ihre Käseröllchen verspeist, ungeachtet etwaiger Prügeleien auf dem Feld. Alles in allem finden eingefleischte Krimi-Fans also einen netten Anschluss an den zuvor ausgestrahlten "Tatort".

Brokenwood- Mord in Neuseeland: Tödliche Niederlage – So. 01.03. – ARD: 21.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH