Nach dem Verschwinden von Daniel Küblböck hat sich Sportmoderator Frank Buschmann mit bewegenden und aufrüttelnden Aussagen bei Instagram, Twitter und Faebook zu Wort gemeldet und über den Selbstmord seines Vaters gesprochen.

Der Name Daniel Küblböck fällt in dem Statement kein einziges Mal. Und doch dürfte klar sein, was Frank Buschmann auch im Sinn hatte, als er drei annähernd wortgleiche Posts veröffentlichte, die parallel bei Facebook, Instagram und Twitter seit Mittwochmorgen für Aufsehen sorgen.

"Heute vor 35 Jahren hat sich mein Papa das Leben genommen", schreibt der 53 Jahre alte Sportreporter und Unterhaltungsmoderator beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Er litt unter Depressionen. Wisst Ihr, was neben dem Verlust und der Trauer das Schlimmste war?! Dass jeder, der keinen blassen Schimmer hatte, wild über Ursachen und Gründe spekuliert hat." Bei Facebook führt Buschmann weiter aus: "Ich konnte und wollte Leute nicht verstehen, die keinen blassen Schimmer hatten, aber wichtig und ahnungslos daher gequatscht haben. Das hat niemandem geholfen, ganz im Gegenteil."

Auf allen drei Plattformen erfahren Buschmanns Worte überwiegend anerkennenden und mitfühlenden Widerhall. Vor dem Hintergrund des Verschwindens Daniel Küblböcks treffen sie zudem eine wichtige Debatte. Über die mutmaßlichen Gründe, warum der Sänger, Schauspielstudent und ehemalige Castingshow-Teilnehmer am Sonntagmorgen über Bord eines Kreuzfahrtschiffes gegangen ist, wird seit Tagen von Medien und Social-Media-Nutzern nach Kräften spekuliert.

Verbindliche Hintergründe zum Verschwinden Küblböcks sind gleichwohl noch keine bekannt. Allerdings sind die Hoffnungen, den 33-Jährigen lebend aufzufinden, auf ein Minimum gesunken. Die kanadische Küstenwache hat die Suche aufgrund der verschwindend kleinen Überlebenschancen inzwischen abgebrochen.

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.


Quelle: teleschau – der Mediendienst