Die Geschichte der feindlichen Brüder Adi und Rudolf Dassler aus Herzogenaurach ist längst Legende, die ganze Wahrheit über die Trennung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus aber noch immer nicht vollständig geklärt. Die "Adidas-Story" aus der ZDF-Reihe "Deutschlands große Clans" von Uli Weidenbach setzt diese Geschichte fort.

Wie konnte es Adidas gelingen, über Jahrzehnte Fußballnationalmannschaften und Olympioniken aller Kontinente exklusiv zu versorgen und damit nahezu unentgeltlich für sich zu werben? Eine bedeutende Rolle spielte dabei Adolf Dasslers Sohn Horst, der seit Melbourne 1956 damit beauftragt war, Sportnationen durch Zuwendungen an sich zu binden. Später entwickelte Horst Dassler in Frankreich ein eigenes Firmenimperium: Adidas France expandierte und machte dem eigenen Familiensitz in Herzogenaurach Konkurrenz.

Wie sehr beeinflusste Adidas Sportverbände und Funktionäre? Und welche Rolle spielte dabei die firmeneigene Edelabsteige "Auberge de Kochersberg" im Elsaß, in die Host Dassler die Spitzen des Sports bei Wein und exquisitem Essen lud?

Der ZDF-Film geht aber auch der Frage nach, wie es Horst Dassler zu Zeiten des Kalten Kriegs gelingen konnte, auch Ostblockstaaten an sich zu binden. Dasslers Marketingmethoden wirken jedenfalls bis heute in den immer noch bestehenden FIFA- und IOC-Gepflogenheiten nach.


Quelle: teleschau – der Mediendienst