In den Kinos startet gerade Michael "Bully" Herbigs DDR-Flucht-Drama "Ballon" durch, und für den Auslandsoscar ist mit "Werk ohne Autor" ein Film nominiert, der sich ebenfalls daran macht, die deutsch-deutsche Geschichte aufzuarbeiten: Im 29. Jahr nach dem Mauerfall stehen Stoffe hoch im Kurs, die sich mit der DDR befassen. Jetzt arbeitet auch das ZDF an einem Film zum Thema: "The Wall" heißt das Drama, das der Sender derzeit in Berlin, Prag und Umgebung drehen lässt.

Der Film von Michael Krummenacher ("Heimatland") erzählt von drei Schwestern in den Umbruchjahren Jahre 1987 bis 1990. Während Margot (Barbara Auer) als Mitarbeiterin einer DDR-Behörde versucht, das finanziell ausgeblutete Land zu retten, engagiert sich ihre Schwester Lotte (Nadja Uhl) in der neu aufkommenden Umweltbewegung. Silvia (Nicolette Krebitz), die jüngste der drei Schwestern, hat sich hingegen schon in den Westen abgesetzt, wo sie das Ende der DDR herbeisehnt, um ihre zurückgelassenen Kinder wiederzusehen.

Neben den drei Hauptdarstellerinnen sind unter anderem Oliver Masucci, Joachim Król, Godehard Giese, Thomas Thieme, Jonathan Berlin, Angela Winkler und Milan Peschel in weiteren Rollen zu sehen. Die Drehbücher stammen aus der Feder von Michael Klette, Charlotte Wetzel, Rolf Basedow und Gabriela Sperl.

ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler verspricht "einen kritischen Blick auf die Wendezeit". Der Film "fängt die Hoffnungen, Ängste und Unübersichtlichkeit dieser Zeit ein, zeigt die vertanen Chancen und deren Folgen, die unsere Gegenwart noch heute beeinflussen." Die Ausstrahlung von "The Wall" ist zum 30. Jahrestag der Maueröffnung im Herbst 2019 geplant.


Quelle: teleschau – der Mediendienst