Nicolette Krebitz

Nicolette Krebitz als Katrin Wiedemann in "Familie mit Hindernissen". Vergrößern
Nicolette Krebitz als Katrin Wiedemann in "Familie mit Hindernissen".
Fotoquelle: MDR/Ariane Krampe Filmproduktion
Nicolette Krebitz
Geboren: 02.09.1972 in Berlin, Deutschland

Nicolette Krebitz steht seit ihrem 13. Lebensjahr vor der Kamera. 1989 beginnt sie eine Musical-Ausbildung an der Fritz-Kirchhoff Schauspielschule in Berlin. Noch während der Ausbildung wird die doppelte Grimme-Preisträgerin (für "Ausgerechnet Zoé" (1994) von Markus Imboden und "Schicksalsspiel" (1993) von Bernd Schadewald) für zahlreiche Film- und Fernsehrollen engagiert.

Mehrmals spielt sie an der Seite von Jürgen Vogel (in "Durst", "Schicksalsspiel", "Babyfon") und wird immer wieder gern von renommierten Regisseuren wie Rainer Kaufman und Bernd Schadewald eingesetzt. Sie erkennen ihre natürliche Darstellungsart. Sie verkörpert gerade problematische, vielschichtige Figuren wie die an Aids erkrankte Zoé mit viel Einfühlungsvermögen. In einem Film wie "Greenhorn" (1995) zeigt sie dann eine temperamentreiche und kraftvolle Darstellung, wie sie sich zuvor in ihrem Spiel nur angedeutet hat.

Eine markante Kinorolle hat sie in Katja von Garniers weltfremdem Rock-Roadmovie "Bandits" (1997): Emma, Luna, Angel und Marie treffen sich im Knast. Alle vier haben eine ganze Weile abzusitzen, Marie sogar lebenslänglich: Emma hat ihren brutalen Ehemann getötet, Luna musste sich wegen Raubes in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung verantworten, Angel ist eine attraktive junge und die sehr viel ältere Marie hat ihren Mann vergiftet. Nicolette Krebitz spielt an der Seite von Jutta Hoffmann, Katja Riemann und Jasmin Tabatabai.

Danach sieht man sie gleich zweimal an der Seite des neuen deutschen Stars Benno Fürmann, zum einen als die junge Helga Scholz in Roland Suso Richters "Die Bubi-Scholz-Story" (1997), zum anderen als die forsche "Candy" (1998) unter der Regie von Christopher Roth. Nach zwei Jahren Knast hat Candy immer noch nicht genug: Obwohl sie Oliver verspricht, nie mehr zu klauen, hat sie schon wieder eine Brieftasche mitgehen lassen. Und mit den drei Freunden Robert, Markus und Oliver spielt sie ein böses Spiel. Und trotzdem haben dieses Biest alle lieb ...

Zu ihren zahlreichen Filmen zählen des weiteren: "Sigi, der Straßenfeger" (1984) von Wolf Gremm, die Fernsehserie "Moskito, Sketche" (1986/88) von Stefan Viering und Jürgen Nola, für die sie auch Sketche schrieb, "Der achte Tag" (1988) von Reinhard Münster, "Bruder und Schwester" von Rudolf Bergmann und Caspar Harlan, "Amok" (1992) von Peter Schulze-Rohr, "Unschuldsengel" (1994) von Rainer Kaufmann, "Kinder des Satans" (1994) von Bernd Schadewald, "Im Sog des Bösen" (1995, in den USA als "Desperate Measures" gezeigt) von Niki Müllerschön, die "Tatort"-Episode "Tatort - Ein ehrenwertes Haus" (1995), "Unter Druck" (1996) von Peter Pistor, "Tempo" (1996) von Stefan Ruzowitzky, "Sperling und die Tote aus Vilnius" (1997) von Kai Wessel, "Long Hello & Short Goodbye" (1999) von Rainer Kaufmann, der lang geschobene "Fandango - Members Only" (2000) von Matthias Glasner, "Der Tunnel" (2000) von Roland Suso Richter, "Die Männer Ihrer Majestät" (2001) von Stefan Ruzowitzky, "Zwischen Nacht und Tag" (2003), "Mädchen am Sonntag" (2005), "Tatort - Pechmarie" (2006) und "Tatort - Alles hat seinen Preis" (2011).

Mit ihrem Beitrag zu dem Kompilationsfilm "99euro-films" lieferte Nicolette Krebitz 2001 ihr Regie-Debüt, dem mit "Jeans" ihr erster Langfilm folgte. 2007 führte Krebitz erneut Regie in "Das Herz ist ein dunkler Wald" und 2009 beteiligte sie sich an dem von Tom Tykwer initiierten Episodenfilm "Deutschland 09". Eine neuerliche Hauptrolle spielte sie schließlich 2009 in dem misslungenen Drama "Liebeslied". Und auch das lahme Familiendrama "Verhältnisse" (2010) und das Drama "Lollipop Monster" (2011) sind nicht viel besser.

Weitere Filme mit Nicolette Krebitz: "90 Minuten - Das Berlin Projekt" (2011), "Der Heiratsschwindler und seine Frau" (2012), "Die Tote in der Berghütte" (2014).


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