Dank der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" hat sich schon so manches Produkt zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt. Gut möglich, dass sich auch Jens Thiel und Lucas Richter demnächst über steigende Umsatzzahlen freuen dürfen. Mit ihrem "Fluxbag" haben sie ein verblüffend einfaches und dennoch geniales Produkt entwickelt.

Jeder kennt es und kaum einer mag es: Luftmatratzen oder Schwimmtiere aufzublasen ist mühsam und kostet Zeit. Erst recht, wenn keine elektrische Luftpumpe in der Nähe ist. Mit "Fluxbag" wollen die Unternehmer Jens Thiel und Lucas Richter nun eine Lösung für das Problem gefunden haben. Ihr Versprechen: "Aufblasen mit nur einem Atemzug".

Es funktioniert dank Bernoulli-Effekt

Wie das gehen soll, demonstrierten sie am Dienstagabend in der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" eindrucksvoll. Aus einem kleinen Schnürbeutel, der nicht viel größer als eine Birne ist, zogen sie einen blauen, aufblasbaren Sack. Pustet man in diesen hinein, wird auch die Umgebungsluft mit eingesogen ("Bernoulli-Effekt"), sodass der "Fluxbag" komplett gefüllt ist. Anschließend wird das Ventil des "Fluxbag" einfach an eine Luftmatratze angeschlossen und die Luft aus dem Sack in die Matratze hineingedrückt.

Für einen besseren Vergleich zu herkömmlichen Luftpumpen oder dem Aufblasen mit dem Mund ließ das Leipziger Erfinder-Duo auch noch die Neu-Löwin Dagmar Wöhrl und Investor Carsten Maschmeyer gegen ihren Fluxbag antreten. Das Ergebnis war eindeutig: Die Löwen hatten keine Chance.

Ralf Dümmel investiert in "Fluxbag"

Doch was sollte der Spaß kosten? 130.000 Euro forderten Jens Thiel und Lucas Richter für zehn Prozent Firmenanteile. Demnach wäre ihr Unternehmen 1,3 Millionen Euro wert. Eine Summe, die die Investoren stutzig machte – zumal sich das Produkt patentrechtlich nicht schützen lässt, wie Jens Thiel erklärte.

Ralf Dümmel war dennoch bereit, in das Unternehmen zu investieren und bot den Gründern eine einmalige Chance: Thiel und Richter durften ihr Angebot überdenken und boten Dümmel 20 Prozent der Firmenanteile. Doch das war dem Unternehmer noch zu wenig. Für 25 Prozent schlug er dann jedoch zu.

Thelen und Maschmeyer wollten MySchleppApp

Die berühmte Qual der Wahl hatten derweil Santosh Satschdeva und Frank Heck. Carsten Maschmeyer und Frank Thelen boten für ihre Abschlepp-App jeweils 125.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile (gefordert wurden 100.000 Euro für 10 Prozent) und auch ein Deal mit beiden Löwen hätte zustande kommen können. Doch Satschdeva und Heck schlugen das Angebot über 150.000 Euro für 40 Prozent der Geschäftsanteile aus und entschieden sich letztendlich für Maschmeyer und seine 125.000 Euro.

Mit einem Deal konnten indes auch die Gründer des Algen-Drings "HELGA" und die Erfinder der Strafenkatalog-App "Teamwallet" aus der Sendung gehen – wobei der Deal zwischen den Jungs von "Teamwallet" und Investor Frank Thelen laut einem Bericht der "Bild" unmittelbar nach der Ausstrahlung schon wieder geplatzt sein soll. 

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