ARTE-Doku

"Divas der 90er": "The Voice" ist verstummt

von Andreas Schoettl

Mit ihren unglaublichen Stimmen verkauften Whitney Houston, Mariah Carey oder Céline Dion in den 90er Jahren haufenweise Platten. Doch der Aufstieg in den Pop-Olymp hatte auch Schattenseiten.

ARTE
Divas der 90er
Dokumentation • 19.06.2020 • 21:55 Uhr

Sie waren die Heldinnen des Pop: Whitney Houston, Mariah Carey und Céline Dion lösten in den 1990er-Jahren, als die Musikindustrie auf Hochtouren lief, mit außergewöhnlichen Stimmen eine Welle der Begeisterung aus. Im MTV-Jahrzehnt stürmten sie als die sogenannten Vocal Trinity weltweit die Charts. Ihre Verkaufsrekorde standen denen der Beatles' oder Elvis Presleys in nichts nach. Doch für Ruhm, Geld und Ansehen bezahlten sie auch einen sehr hohen Preis. Whitney Houston kostete ihr Aufstieg zur unangefochtenen Pop-Diva das Leben.

Houstons Alben und Singles verkauften sich mehr als 170 Millionen-mal. Die US-Amerikanerin war eine der wenigen Musikerinnen, die in drei aufeinanderfolgenden Jahrzehnten ein Nummer-eins-Album in den internationalen Charts platzieren konnten – unter anderem in den USA, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Kanada. Von den beeindruckten Medien bekam sie den Übernamen "The Voice" verpasst. Sie war ein Weltstar. Zu viel für Houston?

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Die Regisseurin Sophie Peyrard beleuchtet in ihrer Dokumentation unter anderem, wie Houston sich ihren Status als "Queen of Pop" erkämpfen konnte. Ihre Gespräche mit Musikjournalisten wie Carl Wilson und Olivier Cachin, sowie den Kulturwissenschaftlerinnen Daphne Brooks und Kristin K. Lieb zeigen aber auch, wie Ausnahmekünstler an zu hohen Erwartungshaltungen zerbrechen können. "The Voice" Houston verstarb am 11. Februar 2012 in einem Hotel in Beverly Hills. Sie wurde mit dem Gesicht nach unten leblos in einer Badewanne aufgefunden. Als Todesursache wurde Ertrinken festgestellt. Der chronische Missbrauch von Kokain soll jedoch zum Tod der unvergleichlichen Sängerin beigetragen haben.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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