Vergangene Woche berichtete das Medienmagazin "Zapp" über Auftritte von Dunja Hayali als Moderatorin von Veranstaltungen einiger Industrieunternehmen. Nun meldete sich die ZDF-Journalistin zu Wort.

Nachdem das Medienmagazin "Zapp" in der vergangenen Woche über Nebentätigkeiten von Dunja Hayali berichtet hat, übt sich die ZDF-Moderatorin nun in Selbstkritik. Bei ihren Auftritten handele es sich "nicht um Werbeauftritte", so Hayali bei Twitter. Vielmehr moderiere sie durchschnittlich zweimal im Monat "Diskussionen mit Politikern, Wirtschaftsvertretern, Kulturschaffenden, Personen aus dem Sport, der Forschung, Ehrenamtlichen, Kreativen und anderen (prägenden bzw. gestaltenden) Personen aus unserer Gesellschaft".

Die Debatte um ihre Person sei ihr "sehr nahe" gegangen und habe ihr gezeigt, "wie extrem hoch die Ansprüche an mich sind". Sie habe es unterschätzt, dass durch ihre Auftritte der "Eindruck von Befangenheit oder Abhängigkeit entstehen konnte". "Das bedaure ich sehr."

In dem Bericht von "Zapp" wurde unter anderem kritisiert, dass Hayali eine Veranstaltung der deutschen Automatenwirtschaft moderiert hatte. "Ich sehe da ein großes Problem, denn es ist ja überhaupt nicht wahrscheinlich, dass Frau Hayali über die Großunternehmen, die sie einladen und honorieren, nie wieder als Journalistin berichten muss", erklärte Volker Lilienthal, Professor für Journalistik an der Universität Hamburg, in dem Beitrag.

Hayali verteidigte ihre Postion bereits in der "Zapp"-Sendung: "Solange ich da das tue, was ich sonst auch immer tue auf der Bühne bei jedem Fachkongress, nämlich kritischen Journalismus, unabhängig, fair und respektvoll, solange sehe ich kein Problem", so die Moderatorin. Bei Twitter betonte Hayali nun, dass sie nur frei für das ZDF arbeite und ihrem Sender angebe, wenn sie für andere arbeite.


Quelle: teleschau – der Mediendienst